29 August 2016

[Rezension] Die gestohlene Zeit - Heike Eva Schmidt

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Auf einer Bergwanderung im Jahr 1987 findet Emma einen geheimnisvollen Ring, nichtsahnend, dass dieser dem sagenhaften Zwergenkönig Laurin gehört. Zwei Mitreisende nehmen ihr den Schmuck ab und türmen, doch auf einmal taucht eine Horde Zwerge auf, die Emma in Laurins unterirdisches Reich verschleppen. Dort trifft sie Jonathan, ebenfalls ein Gefangener des Königs. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht, aber Laurin belegt sie mit einem grausamen Fluch. Zurück in der Oberwelt stellt Emma schockiert fest, dass inzwischen fast 30 Jahre vergangen sind. Um den Fluch zu lösen, müssen sie und Jonathan den Ring wiederfinden - aber wie sollen sie die beiden Diebe nach all den Jahren ausfindig machen?


Titel: Die gestohlene Zeit | Autor: Heike Eva Schmidt | Verlag: Droemer Knaur | ISBN: 9783-426-51311-8 | Bei Droemer Knaur kaufen  



Eigentlich wollte ich das Buch unbedingt haben und als ich mich endlich aufgerafft habe, es auch zu lesen, hatte irgendwie gar keine Lust auf Zwerge :D Trotzdem habe ich weitergelesen und am Ende hat mich das Buch doch unterhalten können.

Im Jahre 1987 ist Emma Lehramtsstudentin und mit einer Klasse auf einem Ausflug in den Bergen. Dort folgt sie zwei  Schülern in eine Höhle und läuft ausgerechnet einem Zwerg in die Arme. Ehe sie sich versieht, wird sie schon in ihr Reich gebracht und soll mit dem Zwergenkönig verheiratet werden. Doch ihr gelingt die Flucht, sie wird jedoch von einem Zauber getroffen. Als sie die Höhle verlässt, muss sie schnell feststellen, dass im Zwergenreich die Zeit anders verläuft und sie landet 30 Jahre in der Zukunft mit einem Fluch am Hals.

Im Großen und Ganzen war das Buch unterhaltsam. Zu Beginn ging mir Emma ein bisschen auf die Nerven. Von ihrem Verhalten war sie eher auf dem Niveau der Schüler als auf dem Niveau einer erwachsenen Studentin. Das ändert sich auch im Laufe des Buches nicht, aber irgendwann hab ich mich daran gewöhnt, dass sie im Geiste eben erst 14 Jahre alt ist ;)

Auch der erste Teil der Geschichte im Zwergenreich konnte mich nicht so überzeugen (und das nicht nur, weil ich keine Lust auf Zwerge hatte^^). Der Teil war sicherlich spannend, aber irgendwie hat er mir trotzdem nicht gefallen. Vermutlich lag es an den Zwergen, die auf eine nervige Art richtig fies und grausam waren. Auf jeden Fall war ich froh, als Emma endlich fliehen konnte und ab da hat mir die Geschichte auch wirklich gut gefallen. Alleine der Kulturschock, der Emma erlebt, ist einfach herrlich, der Fluch hat auch sehr interessante Auswirkungen auf sie und dazu gibt es auch noch ein bisschen was fürs Herz.

Schließlich wird es dann auch noch ziemlich spannend und das Buch endet mit einem filmreifen Showdown, der jedoch für ziemlich vorhersehbar war. Das Ende ist dann fast schon zu happy, aber wenn man davon ausgeht, dass das Buch in Richtung Märchen geht, passt es eigentlich ganz gut.






Ein unterhaltsames Fantasybuch, dass mich nach einem etwas holbrigen Start dann doch noch ziemlich unterhalten kann. Die Geschichte ist nichts völlig außergewöhnliches, aber doch für zwischendurch genau das richtige.
Lesen dürfen dieses Buch alle, die gerne Jugend-Fantasybücher lesen oder moderne Märchengeschichten mögen. Wer mit einer eher kindlichen Fantasygeschichte nichts anfangen kann, sollte lieber ein anderes Buch lesen.

Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥♥

3 Dreamcatcher

27 August 2016

[Jahr des Taschenbuchs] Das Buch für den August - Es wird ein romantisch-trauriger Hype

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Nachdem ich letzten Monat leider nicht dazu gekommen bin, mir ein Taschenbuch zu kaufen, kommt diesen Monat brav auch wieder mein Beitrag zur Aktion.



Titel: Ein ganzes halbes Jahr | Autor: Jojo Moyes | Übersetzer: Karolina Fell| Verlag: Rowohlt | ISBN: 978-3-499-26672-0   
Bei Rowohlt kaufen  

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.


Warum habe ich dieses Buch gekauft?
Wie ich ja immer sage, ich nutze die Aktion, um auch mal Bücher zu kaufen, die nicht ganz zu mir passen. Außerdem bin ich ja schon neugierig auf die Geschichte, die so mega gehypt wird. 
Natürlich interessiert mich auch das Thema und ich hoffe sehr, dass mich der Kitsch nicht zu sehr nerven wird und ich am Ende auch ein paar Taschentücher brauchen werde ;) 

Kennt ihr das Buch schon? Fandet ihr den Hype gerechtfertigt?

24 August 2016

[Rezension] Wolfszeit - Nina Blazon

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Wer steckt hinter den grausamen Morden, die die Bewohner der Auvergne in Angst und Schrecken versetzen? Es heißt, eine Bestie in Wolfsgestalt treibe in der Gegend ihr Unwesen. Eine Delegation des Königs bricht auf, um sie zu töten. Mit dabei ist auch der Zeichner Thomas, dem sich schon bald ein dunkles Geheimnis offenbart: Weder ein Dämon noch ein Wolf allein kann die Morde begangen haben. Für seinen ungeheuerlichen Verdacht setzt Thomas seine große Liebe aufs Spiel - und sein Leben.


Titel: Wolfszeit | Autor: Nina Blazon | Verlag: Ravensburger | ISBN: 978-3-473-58443-7 Bei Rabensburger kaufen  



Nina Blazon gehört ja zu meinen Lieblingsautoren. Obwohl sie doch einige Bücher veröffentlich hat und ich nun schon ein paar davon gelesen habe, fällt mir immer wieder die Vielfalt auf. Keines ihre Bücher ähnelt sich und in jedem kann man ihre Kreativität bestaunen, egal ob Fantasy oder historischer Roman.

Wolfszeit klingt zu erst nach Fantasy, ist aber definitiv ein historischer Roman, der an wahren Begebenheiten angelehnt ist. In Auvergne geht eine Bestie um, die es vor allem auf Frauen und Kinder abgesehen hat. Gerüchte gehen um, die Beschreibung der Bestie geht von einem einfachen Wolf bis zu einem riesigen Monster. Oder war es vielleicht ein psychopatischer Mensch?
Thomas, ein Student, sucht nach der Bestie, da ihn eine möglicherweise unentdeckte Rasse fasziniert und gerne wäre er derjenige, der sie entdeckt. Auf der Suche lernt er die Menschen der Region kennen und findet sowohl Freunde als auch Feinde und letztendlich muss er erkennen, dass es mehr gibt, als nur die Wissenschaft.

Die Geschichte hat mir im großen und ganzen gut gefallen. Direkt zu Beginn werden viele Fragen aufgeworfen und zusammen mit Thomas sucht man nach logischen Erklärungen dafür. Wieso wurde die Grafentochter angegriffen, aber nicht getötet? Warum greift das Monster nur Frauen und Kinder an? Und wieso können die Jäger keine Spuren der Bestie finden? Diese und weitere Fragen sorgten dafür, dass die Geschichte dauerhaft interessant bleibt. Gleichzeitig bekommt man auch Einblicke in den französischen Adel, aber auch in das Leben der Bauern von damals.

Die Figuren fand ich alle ziemlich toll. Thomas war eine richtig gute Hauptfigur. Generell war er ein rational denkender junger Mann, der immer nach logischen Erklärungen sucht, doch im Laufe der Geschichte lernt er, dass es mehr als Logik in der Welt gibt. Dazu hat er einen feinen Humor, der manche Szenen noch mal auflockern kann. Auch die anderen Figuren sind super gezeichnet und wirkten alle nicht blass oder eindimensional.

Leider muss man aber auch sagen, dass das Buch relativ lang ist, aber auf den ersten 400 Seiten relativ wenig spannendes passiert. Sehr viel Zeit wird stattdessen darauf verwendet, die Figuren und die Lebensweise kennenzulernen und Thomas in verschiedene Dörfer zur Zeugenbefragung zu schicken. Auch der kleinen Liebesgeschichte wird einiges an Raum geboten, was ich ganz schön fand, es aber auch nicht dazu beiträgt, die Geschichte spannender zu machen.
Erst die letzten 200 Seiten wird es dann noch mal richtig spannend und nach einem gelungenen Showdown endet das Buch recht offen. Besonders gelungen fand ich die Auflösung, was hinter der Bestie steckt. Mich hat die Autorin da wirklich auf eine falsche Fährte geschickt, hätte ich nicht gedacht.




Wieder ein Buch von Nina Blazon, dass mir gefallen konnte. Obwohl die Geschichte ein paar Längen besitzt, konnte es mich doch von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten. Vor allem die Figuren konnten mich begeistern und die Spurensuche nach der Bestie macht das Buch fast zu einem kleinen Kriminalroman. Die Auflösung hat mich dann sogar überraschen können.
Lesen dürfen dieses Buch alle, die gerne historische Romane lesen oder (wie ich) einfach Fan von Nina Blazon sind, sie werden nicht enttäuscht. Wer die anderen Bücher von der Autorin nicht mochte, wird jedoch auch an diesem keine Freude finden.

Stil: ♥♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥♥ | Humor: ♥♥♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥♥

4 Dreamcatcher

21 August 2016

[Platz im Regal #2] Zwei Dystopien suchen ein neues zu Hause

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Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, bin ich letzten Monat nicht dazu gekommen, ein Buch zu verlosen. Deswegen werden es diesen Monat eben zwei ;)


Welche Bücher werden verlost?
Das Juwel von Amy Ewing (Rezension) und Incarceron von Catherine Fisher (Rezension). Beide Bücher haben mir ziemlich gut gefallen und sind für Fans von Dystopien genau das richtige :)


Wie lange läuft das Gewinnspiel?
Es läuft ab heute, 21.08. bis zum 04.09 23:59 Uhr.


Was müsst ihr tun, um zu gewinnen?
Ihr müsst lediglich das Google-Formular ausfüllen und mir verraten, wie ihr euch die dystopische Zukunft  von Deutschland vorstellen würdest. Dabei ist mir egal, ob ihr einen Satz oder einen halben Roman schreibt, sobald da etwas steht, hüpft ihr in den Lostopf. JEDOCH: Die beste Antwort bekommt von mir eine zusätzliche Überraschung ;)

Ich verspreche natürlich, keine persönlichen Daten zu speichern :)