17 Dezember 2017

[Rezension] Dante Walker, Seelensammler - Victoria Scott

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Dante Walker ist brillant in seinem Job als Seelensammler. Bis er vor einer echten Herausforderung steht – nämlich vor Charlie Cooper, einem total abgedrehten Mädel, dessen Seele er seinem Boss binnen zehn Tagen in die Hölle liefern soll. Eigentlich ein Klacks für jemanden mit Dantes Qualitäten. Doch die werden auf eine harte Probe gestellt, als Nerd Charlie Dantes Gefühlswelt teuflisch durcheinander bringt …


Titel: Seelensammler | Reihe: Dante Walker | Autor: Victoria Scott | Übersetzer: Michaela Link | ISBN: 978-3-570-31010-6 |  Bei cbt kaufen



Feuer & Flut und Salz & Stein gehören zu meinen Lieblingsbüchern, von daher musste ich auch weitere Bücher der Autorin lesen und entschied mich fürs erste für Dante Walker. Leider wurde das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht und kurz vor Ende hätte ich es am liebsten abgebrochen.

Dante Walker ist ein gutaussehender, überheblicher Seelensammler, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich eine Beförderung vom großen Boss zu bekommen. Dafür muss er nur eine kleine Aufgabe erfüllen - die Seele einer gewissen Charlie einsammeln. Dies stellt Dante jedoch vor eine große Herausforderung, da Charlie nicht nur ein Nerd, sondern auch ein reines, gutes Mädchen ist.

Zu Beginn war ich von diesem Buch sehr begeistert. Dante war total überheblich und unsympathisch, was mich aber nicht störte, da ich damit rechnete, dass das nicht das ganze Buch über so bleiben würde und ich mich auf den Wandel sehr gefreut habe. Dazu kam Charlie, was dem Buch einen weiteren dicken Pluspunkt gegeben hat. Charlie ist nämlich zu Beginn eine der untypischsten Protagonisten, die mir in einem Jugend-Fantasybuch untergekommen ist. Dick, mit Pickel, Brille, einem Gehfehler und auch keinem besonders hübschen Gesicht. Dazu ist sie ein wenig merkwürdig, aber auf eine putzige Art und Weise. Sie war mir sofort sympathisch und einfach sehr erfrischend anders.

Leider entscheidet sich Dante jedoch für einen Weg Charlies Seele zu sammeln, der über ihr Aussehen geht. Und so dreht sich das gesamte Buch ab diesem Punkt nur noch darum, was an Charlie hässlich ist und was an ihr durch diesen Weg immer hübscher wird. Die Autorin wird dabei auch nicht müde, ständig Charlies Äußeres zu beschreiben und Dante betonen zu lassen, wie hässlich oder später hübsch etwas an ihr nun aussieht.
So konnte auch die Story, die drum herum ensteht, leider das Buch auch nicht mehr retten, dabei hat mich das doch eigentlich begeistert.

Und dann kommt das große Finale und hier setzt die Autorin noch einen drauf und es wird zwischenzeitlich so absurd, dass ich das Buch am liebsten hätte abgebrochen, weil ich es eine Frechheit fand, was da passiert ist. Dass ich es beendet habe, lag nur an der Challenge auf LB, die den Buchstaben D gebraucht haben. 







Für mich war dieses Buch ein Griff ins Klo. Ich habe selten ein Buch gelesen, was so dermaßen oberflächlich ist, wie dieses hier. In jedem zweiten Satz wird das Aussehen der Protagonistin erwähnt und natürlich muss sie ihr "hässliches" Aussehen verlieren, damit sie beliebt wird. Dazu wird das Ende dermaßen absurd, dass es mir das letzte bisschen Lust an der Geschichte genommen hat. Da mir das Setting eigentlich gut gefallen hat, vergebe ich dem Buch immerhin noch 1,5 DC

Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥♥ | Spannung: ♥ | Kreativität: ♥♥♥

1,5 Dreamcatcher

02 Dezember 2017

[Dies und das] Monastgeplauder November - Die Zeichen stehen voll auf Ref

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Nach über einem Monat Blogpause, da wirklich viel angstanden ist und ich quasi 24/7 gearbeitet habe, bin ich jetzt mal wieder da ;)



Was war so los bei mir?



Im Referendariat
Seit September bin ich nun im eigenverantwortlichen Unterricht. Das heißt, ich bin alleine in meinen Klassen. Das hat Vorteile, da man eben nicht ständig beobachtet wird und einfach nicht jede Stunde perfekt sein muss. Gleichzeitig macht es einen gewaltigen Unterschied, ob der Klassenlehrer in der Klasse ist oder nicht und ich musste mit den Kindern erst mal ein paar grundsätzliche Regeln erarbeiten. Das Befolgen der Regeln klappt aktuell mal besser und mal schlechter. Die kleinen schaffen es teilweise noch nicht, einfach mal ruhig auf ihrem Platz zu sitzen (und bei ihnen gebe ich nur Strafarbeiten, wenn es unbedingt sein muss...), die größeren sind schon so vorpubertär, dass sie ebenfalls ziemlich nerven können^^
Abgesehen davon gibt es im Ref so viel zu tun, dass ich wirklich gerade Wochen hinter mir habe, in denen ich von morgens bis nachts durchgängig gearbeitet habe. Maximum waren Pausen für Essen und schlafen. Ohne dieses Pensum hätte ich die Arbeit nicht geschafft. Dafür, dass man uns im Studium ständig vor Burnout gewarnt hat, finde ich es echt bedenklich, dass das Ref so voller Termine, Fristen und Aufgaben ist, dass man sich nicht mal einen freien Sonntag gönnen kann.


Im Bücherregal
Hier war ziemlich tote Hose, da ich wie gesagt, durchgängig gearbeitet habe....


Und sonst so?
Jetzt nachdem einige Pflichttermine abgearbeitet sind, geht es mir wirklich gleich besser. Bewusst habe ich mir zum Beispiel letzten Sonntag einfach mal vorgenommen nichts für die Schule zu tun. Die letzten Tage musste ich leider wieder ordentlich viel arbeiten, aber das hält mich nicht davon ab, auch mal wieder ein paar Posts zu schreiben ;)

30 November 2017

[ReRead-Rezension] Gefährliche Liebe - Suzanne Collins

2 DREAMS left | leave a DREAM




Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden – zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod.


Titel: Gefährliche Liebe | Reihe: Die Tribute von Panem | Autor: Suzanne Collins  | Übersetzer: Sylke Hachmeister / Peter Klöss | ISBN: 978-3-8415-0135-6
Bei Oetinger kaufen  


Meinung zum ReRead

Gelesen habe ich es, weil....
ich schon den ersten Band vor ein paar Wochen gelesen habe und die gesamte Reihe gerne noch mal lesen möchte.

Besonders gefällt mir...
immer wieder, dass niemand in diesem Teil mit den Hungerspielen glücklich ist. Dadurch, dass auch das Kapitol nicht begeistert ist, bekommen manche Figuren noch ein paar Sympathiepunkte. Außerdem finde ich es immer wieder gut, dass die Figuren die Arena nicht einfach so wegsstecken und man ihnen anmerkt, wie kaputt sie sind. In anderen Büchern stecken Helden ja alle Schicksalsschläge einfach so weg.

Weniger gefallen hat mir...
das Liebesdreieck. Gott sei Dank hält es sich ja in Grenzen, aber trotzdem finde ich es unnötig. Ich weiß einfach nicht, wieso so was in jedem Jugendbuch vorkommen muss.

Außerdem aufgefallen ist mir...
dass man tatsächlich beim zweiten Lesen ein paar Hinweise über die Rebellion entdeckt, die man bei beim ersten Lesen völlig übersieht.

Insgesamt bleibt meine Meinung zum Buch...
gleich. Ich mag auch den zweiten Teil total gerne und finde die neue Arena wieder total kreativ umgesetzt. Außerdem finde ich es gut, dass trotz der Ähnlichkeiten zum ersten Band alles irgendwie ein bisschen anders ist. Letztendlich  macht die Autorin auch gut deutlich, wieso sich die Rebellion immer weiter hochschauckelt und ich freue mich schon auf den Abschlussband.

10 Oktober 2017

[Kurzrezension] Der große Gatsby - F. Scott Fitzgerald

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Die Geschichte von Jay Gatsby, einem einsamen reichen Geschäftsmann, der seiner längst verlorenen Liebe nachjagt, wurde zu einem der größten Klassiker der amerikanischen Literatur. Der Roman aus dem Jahr 1925 erzählt von der Genusssucht und Langeweile der Roaring Twenties und der Sinnlosigkeit des mondänen Lebens. F. Scott Fitzgerald beschreibt auf einzigartige und authentische Weise sowohl ein Stück Zeitgeschichte als auch menschliche Tragödien. Die schlichte und zugleich poetische Sprache des Romans ist in dieser Neuübersetzung perfekt getroffen.


Titel: Der große Gatsby | Autor: F. Scott Fitzgerald | Übersetzer: Lutz-W. Wolff
ISBN: 978-3-423-13987-8 | Bei dtv kaufen



Ich weiß, viele sind von diesem Klassiker sehr begeistert und liebe vor allem die Sprache des Autors. Ich jedoch hatte nie viel mit Klassikern am Hut und so war ich schon im Vorfeld eher etwas skeptisch, wollte mich aber der Herausforderung stellen.

Insgesamt war das Buch gar nicht so schlecht. Ich habe definitiv schon viel anstrengendere Klassiker lesen müssen. Mir gefiel der Humor und die teilweise sehr schrägen Charaktere, mit denen ich ja gar nicht gerechnet hätte. Außerdem bekommt man wirklich ein sehr interessantes Bild der damaligen Zeit vermittel.
Womit ich persönlich nicht ganz so klar gekommen bin, war der Schreibstil. Ich lese ja eigentlich nur Unterhaltungsliteratur und so fiel es mir zu Beginn wirklich sehr schwer mich auf den Buch zu einzulassen. Außerdem schreibt der Autor sehr abschweifend und streut Informationen ein, die man für die Geschichte eigentlich gar nicht braucht. Nach und nach habe ich mich jedoch daran gewöhnt und tatsächlich auch mal ein paar Sätze gefunden, die ich ziemlich genial fand, jedoch kann ich prinzipiell nicht völlig bei dem Schreibstil ausrasten, wie andere ;)

Da es mir tatsächlich irgendwie gefallen hat, werde ich dem Buch 4 DC geben. Diese Bewertung bekommt es, weil ich es nicht mit den anderen Büchern aus anderen Genres vergleichen möchte und ich es für einen Klassiker gut finde. Im Verhältnis zu meinen Lieblingsbüchern würde es jedoch viel weniger Punkte bekommen ;)

Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥| Spannung: ♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4 Dreamcatcher