15 Januar 2017

[Rezension] Im Zeichen des Todes - Sam Wilson

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Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …


Titel: Im Zeichen des Todes | Autor: Sam Wilson | Übersetzer: Andreas Helweg |
ISBN: 978-3-7645-3173-7  | Bei Penhaligon kaufen  



Das Buch fiel mir erst wegen des außergewöhnlichen Covers auf (das übrigens gar nichts mit der Geschichte zu tun hat^^). Auch der Klapptext klang interessant und deswegen wagte ich mich an diesen etwas anderen Thriller

Das Buch spielt in einer Welt, in der Sternzeichen eine große Beachtungen finden. Sie sind so wichtig, dass man Menschen nach ihren Sternzeichen sortiert und ihnen Verhaltensweisen unterstellt, die sie deswegen haben müssten. Aus diesem Grund leben diejenigen, deren Sternzeichen als schwach oder gewaltätig gelten, in Armut, während andere durch ihre Sternzeichen priveligert behandelt werden. In dieser Welt geschieht nun eine Mordserie an Menschen, aus der oberen Schicht. Detective Burton, ein zuverlässiger Stier, versucht diese mit Hilfe der Astrologin Lindi aufzuklären, doch lange Zeit tappen sie im Dunkeln. Neben Burton erzählt noch ein gewisser "Daniel", ein reicher Steinbock, von seinem Leben, bei dem man sich eine ganze Weile fragt, wohin die Geschichte eigentlich gehen soll.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch in der ersten Hälfte nicht begeistern konnte. Die Geschichte beginnt zwar sehr rasant mit dem ersten Mord, doch danach passiert sehr wenig. Burton wirkt bei seinen Ermitttlungen wenig kompetent und ermittelt (vermutlich wegen der Astrologin an seiner Seite) in komische Richtungen.

Erst die zweite Hälfte der Geschichte konnte mich irgendwie mitreißen, da sie sich von den klassischen Ermittlungen eines Polizeibeamten immer mehr wegbewegt und einige Dinge geschehen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Außerdem fand ich die Welt, die der Autor erschaffen hat, wirklich spannend. Die Idee, den Sternzeichen so viel Gewicht zu geben und daraus resultierend, eine Welt voller Vorurteile zu schaffen, hat mich fasziniert. Gleichzeitig kann man doch eine Menge auf unsere Welt übertragen, gerade in Richtung Fremdenhass.

Außerdem wäre ich glücklicher gewesen, wenn die Geschichte nicht aus der Sicht des Polizists geschrieben worden wäre. Wie gesagt empfand ich seine Ermittlungen als merkwürdg und ermüdend. Dazu war einfach der Charakter "Burton" sehr blass und das obwohl er einer der Protagonisten war. Wenn überhaupt, war er mir durch seine häufige Emotionslosigkeit eher unsympathisch. Aus diesem Grund war mir sein Schicksal auch völlig egal. Auch die anderen Figuren in seinem Umfeld blieben mir einfach viel zu blass und austauschbar.
Einzig und allein Daniel fand ich wirklich interessant und mit ihm habe ich sogar bis zu einem gewissen Punkt mitgefiebert.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir sowohl die Grundidee als auch die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt hat, gefallen haben. Auch die Spannung steigerte sich immer weiter und obwohl mich die Auflösung der Morde nicht sonderlich überrascht hat, hat mir auch das Ende gut gefallen. Lediglich die Figuren, allen voran der Protagonist, waren teilweise viel zu blass, austauschbar und unausgereift, weswegen mich das Buch nicht völlig überzeugen konnte.
 


Ein Buch, dass sowohl durch die Grundidee als auch durch eine wirklich interessante Umsetzung überzeugen konnte. Die schlecht ausgearbeiteten Figuren, die schlechtere erste Hälfte und auch die Tatsache, dass das Buch für mich mal wieder mehr ein Krimi als ein Thriller war, sorgen jedoch dafür, dass ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben kann, auch wenn ich es trotzdem ganz gerne gelesen habe und vergeben 3 von 5 Dreamcatchern.

Stil: ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥ | Humor: ♥ | Gefühl: ♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥♥

3 Dreamcatcher


Vielen Dank an Penhaligon für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

12 Januar 2017

[TTT] Meine 10 letzten Neuzugänge

19 DREAMS left | leave a DREAM
Heute gibt es mal einen sehr einfachen TTT, bei dem man sich wenigstens nicht zwischen irgendwelchen Büchern entscheiden muss :D Wer ebenfalls über seine Neuzugänge reden will, schaut am besten mal bei Steffi vorbei :)

Meine 10 letzten Neuzugänge

 

Das meiste davon sind meine Weihnachtsgeschenke. Durch das Wichteln habe ich dieses Jahr wirklich viele Bücher bekommen. Freue mich immer noch drüber^^ Außerdem hab ich gestern noch Der Kuss der Lüge bekommen, mein erstes neues Buch in diesem Jahr und somit das erste für die Sparschweinchallenge. Beendet habe ich schon Im Zeichen des Todes, hat mir nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch ganz gut gefallen. 

Welches der Bücher sollte ich bald lesen?Welches hat euch persönlich nicht so gefallen?

10 Januar 2017

[31 Wochen, 31 Bücher] Ein Buch, das ich nur ein Mal lesen konnte

5 DREAMS left | leave a DREAM


Also diese Frage ist auch mega schwierig. Es gibt so viele Bücher, die mir einfach nicht gefallen haben, weswegen ich sie nicht noch mal lesen würde. Mal schauen, ob ich auch ein Buch finde, dass ich mochte, aber nicht noch mal lesen kann... Lust mitzumachen? Infos und die Fragen findet ihr hier.

Ein Buch, das ich nicht noch mal lesen kann


Kirschroter Sommer - Carina Bartsch (Zur Rezi)
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben


Ich habe mich jetzt für Kirschroter Sommer entschieden. Ich fand das Buch überraschend gut, obwohl es gar nicht mein Genre ist. Doch der zweite Band hat mir so wenig gefallen, dass ich deswegen weder Band 1 noch Band 2 noch mal lesen wollen würde.


Welches Buch konntet ihr nur einmal lesen? Fandet ihr türkisgrüner Winter auch so viel schlechter?

08 Januar 2017

[Rezension] Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

6 DREAMS left | leave a DREAM


Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.


Titel: Ein ganzes halbes Jahr | Autor: Jojo Moyes | Übersetzer: Karolina Fell  |
ISBN:  978-3-499-26672-0 | Bei Rowohlt kaufen  



Ein ganzes halbes Jahr gehört definitiv in die Kategorie "Bücher, die jeder gelesen hat, außer Lena". Da man ja nur Gutes über das Buch hört, musste ich das endlich mal ändern.

Es fällt mir nun, nachdem ich es gelesen habe, unglaublich schwer, meine Eindrücke und Meinung in Worte zu fassen. Das Buch konnte mich gut unterhalten, jedoch fehlt mir irgendetwas, um es zu meiner absoluten Lieblingsgeschichte machen zu können.Doch was dieses "etwas" ist, kann ich auch nach längerem Nachdenken nicht genau definieren.

Louisa verliert ihren Job. Da sie dringend das Geld benötigt, nimmt sie letztendlich widerwillig die Stelle als Pflegerin eines Tetraplegiker an. Will, der Tetraplegiker, landete vor zwei Jahren im Rollstuhl und kann kaum mehr als seinen Kopf bewegen. Er mag dieses fremdbestimmte Leben nicht, bei dem er 24 Stunden am Tag auf Hilfe angewiesen ist und möchte deswegen nicht mehr leben. Lou versucht jedoch alles, um ihn von diesem Vorhaben abzubringen.

Zusammengefasst kann man sagen, das Buch ist eine Mischung aus Ziemlich beste Freunde und das unerhörte Leben des Alex Woods zusammen mit einer Portion Kitsch. Obwohl ich sowohl ersteres als auch letzteres total genial finde, konnte mich ein ganzes halbes Jahr nicht völlig zum Ausrasten bringen. Vielleicht wegen der Portion Kitsch, die dafür sorgt, dass es in der Geschichte auch das ein oder andere Klischee gibt.

Ich mochte Lou und Will direkt vom ersten Moment an. Lou mit ihrer leicht tollpatschigen Art (konnte ich mich gleich gut hineinversetzen^^) und Will, der zwar am Anfang ziemlich unfreundlich war, jedoch später im Zusammenspiel mit Lou einen tollen Protagonisten abgegeben hat.

Dazu hat das Buch einige lustige, traurige oder ernste Momente zu bieten, die mich auch berühren konnten. Eigentlich schön, dass das Buch trotz des ernsten Themas nicht völlig bitterernst daher kommt. Obwohl ich wusste, wie es aus geht (wer kann sich das nicht denken^^), wollte ich doch immer wissen, wie es mit Lou und Will weitergeht. Und auch das Ende fand ich im großen und ganzen gut, auch wenn ich wegen "Alex Woods" da eine andere Umsetzung erwartet hätte.
 


Alles in allem ein schönes Buch, dass mich unterhalten und auch berühren konnte. Bis zur letzten Seite habe ich mit Lou und Will mitgefiebert. Beide Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und doch fehlt mir irgendeine Kleinigkeit, damit das Buch wirklich für mich perfekt gewesen wäre.
Trotzdem ein sehr gutes Buch, dass jeder lesen sollte, der mit der Verbindung von Kitsch und Sterbehilfe umgehen kann ;)

Stil: ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4 ,5 Dreamcatcher