22 Mai 2011

Der Sommerfänger - Monika Feth

2 DREAMS left | leave a DREAM
Titel: Der Sommerfänger
Autor: Monika Feth
Verlag: cbt
Preis (broschierte Ausgabe): 9,99 Euro
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: April 2011
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥


Klapptext
Sommer. Hitze. Die Erdbeerpflücker auf den Feldern. Wie damals, als Jette an ihrer ersten großen Liebe fast gestorben wäre. Zwei Jahre sind vergangen und endlich ist sie wieder verliebt. Doch dann wird der Mitbewohner ihres neuen Freundes Luke ermordet aufgefunden und Luke verschwindet spurlos ...

Erwartung

Auf Grund dessen, was ich über diese Reihe schon alles gehört habe und natürlich weil auf dem Cover dick und fett Thriller steht, rechnete ich damit ein extrem spannendes und vielleicht auch etwas ekliges Buch zu lesen. Also Nervenkitzel pur. So ein bisschen Angst hatte ich ja, dass ich vielleicht nicht in das Buch hinein finden würde, immerhin ist es das, keine Ahnung, 5. Buch der Reihe oder so. Manchmal ist es ja so, dass man von den ganzen Namen erschlagen wird und überhaupt nicht durchblickt wer wer ist.



Rezension

Tja, dieses Mal kann ich wirklich behaupten, dass ich mit meinen Erwartungen völlig daneben lag. Man kann sehr gut in das Buch rein finden und blickt schnell durch wer wer ist und wie alle miteinander zusammen hängen.

Aber es ist leider so, dass das Buch weder spannend noch aufregend ist.
Also erst mal, die Grundidee der Geschichte ist gut und hat durchaus Potential und im großen und ganzen war das Buch auch okay und man kann es lesen.

Die Charaktere sind nett gestaltet mit ausgeprägtem Charakter, allerdings wieder alle sehr stereotyp und verhalten sich so, wie man es von ihnen erwartet. Leider gab es keinen, der mir wirklich sympathisch war oder mit dem ich mich wirklich identifizieren könnte. Selbst Jette fand ich zwar ganz okay, aber mehr auch nicht.

Auch der Schreibstil hat mir nicht recht gefallen. Der Stil an sich war ganz gut, das Buch ließ sich flüssig lesen, mit einer schönen zielgenauen Wortwahl. Aber es gab sooooo viele Charaktere aus deren Sicht man irgendwas geschildert bekommen hat. Ich habe nichts dagegen, wenn man das Innenleben von mehreren Personen erfährt, aber da waren es wirklich zu viele. Einige von denen hätte man sich wirklich sparen können. Die Informationen, die man dadurch bekommen hatte, hätte man auch gekürzt durch ein Gespräch oder ähnliches erfahren.

Außerdem fand ich es seltsam, dass alle Sichten in der Er-Form, aber zwischendurch dann Jette in der Ich-Form war. Hab ich so noch nicht gelesen, hätte man aber auch nicht gebraucht, da man so oder so immer die Gedanken von allen Personen erfahren hat, egal ob ich Ich oder Er.

So kommen wir jetzt zu dem Punkt der mich am allermeisten gestört hat. Man bekommt auch die Sicht des Mörders geschildert und weiß somit nach geschätzten 20 Seiten, wer der Mörder ist, warum er mordet und überhaupt die ganze Lebensgeschichte. Das nimmt der Geschichte dermaßen die Spannung, da man ständig erfährt, was der Mörder tut und plant und warum er das tut. Ehrlich gesagt, finde ich deswegen auch die Bezeichnung Thriller falsch. Unter einem Thriller versteh ich Nervenkitzel, Angst und Schrecken. Irgendein Psychopath schlachtet irgendwelche Leute ab. Hier ging es lediglich darum, einen Mörder zu finden, eher wie in einem Krimi.

Dazu kommt, dass man dank der ganzen Perspektivenwechsel ja auch einen großen Einblick hat, was die Leute denken und tun, deswegen gibt es in dem Buch wenige Überraschung. Es ist immer bald klar, wer umgebracht wird und selbst das Ende ist eigentlich gar keine große Überraschung, zumindest ich habe dank der ganzen offensichtlichen Andeutungen schon gewusst, wie es ausgeht.
Zwischendurch zieht sich das Buch dann auch noch ganz schön. Einige Sachen hätte man durchaus weglassen oder gekürzt erzählen können. Deswegen musste mich manchmal echt zwingen weiter zu lesen, weil es mich null interessiert hat, was aus den Leuten eigentlich wird. Schlimm, so was hab ich echt selten bei Büchern.

Allerdings klingt es jetzt so, als wäre das ganze Buch totaler Schrott. ABER die letzten 100 Seiten waren gut. Da wurde es dann doch noch mal spannender, da nun endlich die Hauptpersonen in unmittelbarer Gefahr schwebten und das Ende, wenn auch vorhersehbar, konnte sich trotzdem sehen lassen. Die letzten Seiten haben doch etwas gefesselt und endlich wollte ich auch wissen wie es weiter geht.

Auch wenn ich sehr viel zu kritisieren hatte, man konnte das Buch lesen. Zur Mitte hin hat man sich an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt und dann fängt es auch langsam an spannender zu werden, der Täter fängt an seine gespannten Netze enger zu ziehen und auch wenn selbst hier nicht die Riesenspannung aufkommt, man wird unterhalten und hat am Ende tatsächlich dann doch noch Spaß am Lesen.

Cover (2/5)
Schreibstil (3/5)
Charaktere (3/5)
Geschichte (3/5)
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 
5/10 Herzen

Kommentare:

  1. Als erstes will ich zu den Nachteilen dieses Buches kommen. Nachteile sind erstens, dass ich diese Autorin und diese Buchreihe um Jette erst jetzt entdeckt habe, Nachteil ist auch, dass ich die Vorgänger noch nicht gelesen habe!

    Ein bißchen hat es mich schon geärgert, dass ich so „mittendrin“ aus einer Reihe ein Buch gelesen habe. Allerdings ist es für das Verstehen der Geschichte unerheblich, ob man die Vorgänger gelesen hat.

    Von Beginn an spannend bleibt es auch so bis zum Ende der Geschichte.

    Jette ist wieder verliebt, doch leider läuft mit Luke nicht alles so gut. Er zieht sich oft tagelang zurück und Jette weiß eigentlich nichts über ihn. Nur dass sie Luke liebt. Als der Mitbewohner von Luke ermordet wird, beginnt eine Hetzjagd, bei dem die Liebe zwischen Jette und Luke und das gegenseitige Vertrauen auf eine harte Probe gestellt wird bis es schließlich zum Showdown kommt.

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    1. okay, also das ist nun wirklich eine sehr plumpe Art von Werbung oO
      Ich finde es ja eigentlich immer toll, wenn man mir Kommentare schreibt und wenn du jetzt geschrieben hättest "Hey interessante Rezi, ich seh das anders, blabla" und hättest einfach deinen Websitelink angegeben, würd ich nix sagen, aber ich bezweifel, dass du dir meinen Blog überhaupt angeschaut, geschweige denn durchgelesen hast, sondern einfach nur genügend Menschen für deine Website suchst.
      Ich lass das jetzt einfach so stehen und hoffe, dass du mich nicht komplett mit Werbung vollmüllen wirst, ansonsten werde ich dich einfach sperren, so was kann ich ja gar nicht leiden.

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