02 Mai 2011

PJ Diebe im Olymp - Rick Riordan

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Titel: Percy Jackson Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis (broschierte Ausgabe): 8,95 Euro
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 6. Februar 2010
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥


Klapptext

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen.
Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen.



Rezension

Erwartung
Da ich den Film kannte, wusste ich eigentlich schon, was mich zu erwarten hatte, zumindest inhaltlich. Ich rechnete also damit, ein richtig witziges, spannendes Buch voll griechischer Mythen in die Hand bekommen zu haben.



Cover und Gestaltung (4/5)
Das Cover des Buches ist an den Film angelegt. Mir persönlich gefällt es gut. Es sieht dramatisch aus und deutet schon mal den Inhalt des Buches aus. Also alles in allem passend.
Im Buch gibt eine kurze Einleitung von "Percy" an die Leser mit den verschiedensten Warnungen, in welchem Fällen man das Buch lesen sollte und in welchen nicht. Fand ich eine sehr lustige Idee, weil es das Buch irgendwie realistischer macht. Außerdem gibt es hinten ein Glossar, was dem Buch einen weiteren Pluspunkt gibt. Das ist nämlich für diejenigen unter uns, die sich mit griechischer Mythologie nicht ganz so gut auskennen. Allerdings ist es nicht so, dass man ihn unbedingt gebraucht hätte. Natürlich wird im Buch auch immer erklärt, wen man da eigentlich vor sich hat, aber wenn man später mal den Überblick verliert oder wenn man sich einfach dafür interessiert, ist der Glossar ganz praktisch.



Charaktere (3/5)
Die Charaktere an sich sind sehr liebevoll entworfen worden und vor allem die alten griechischen Sagengestalten, von den Göttern angefangen bis hin zu irgendwelchen Monstern sind sehr realistisch in unsere Welt integriert und mit allerhand Eigenheiten versehen worden.
Die Hauptcharaktere (drei an der Zahl) sind zwar eigentlich auch ganz nett, aber für meinen Geschmack sind sie fast schon zu makellos, die wirklich total typischen Helden, die dermaßen mutig und tapfer sind und sich ohne zögern für andere opfern würden. Allerdings kann man nicht sagen, dass die drei einem nicht an Herz gewachsen sind.



Schreibstil (4/5)
Der Schreibstil hat mich fast völlig überzeugt. Es wird aus der Perspektive von Percy geschrieben, das ganze in der Ich-Form. Das ist deswegen so toll, weil er einfach eine sehr selbstironische Art an sich hat, die ihn sofort sympathisch machen. Die Ironie, die das ganze Buch auch in der brenzligsten Situation durchzieht, sorgt dafür, dass man sich wirklich gut unterhalten fühlt beim lesen. Allerdings ist das ganze eher etwas einfacher gehalten und spricht vom Stil her wohl auch eher jüngere Leser an.



Geschichte (3/5)
Also die grundsätzliche Idee ist ja schon mal total genial. Götter und ihre Kinder wandeln immer noch auf der Erde, nur leider können die menschlichen Augen sie nicht sehen. Durchaus vorstellbar und total faszinierend, diese Idee. Außerdem ist die Geschichte sehr fantasievoll geschrieben und gut durchdacht worden. Alles in Allem war die Geschichte wirklich ganz gut.
Leider nutzt der Autor das Potential, was diese Geschichte bietet, nicht völlig aus. Sehr oft macht er es sich zu einfach, kaum bildet sich ein Problem, wird auch schon eine ganz einfache Lösung aus dem Ärmel geschüttelt. Dadurch geht einiges an Spannung verloren. Vor allem an Ende war ich enttäuscht, da ich noch den großen Showdown aus dem Film vor Augen hatte, aber leider gab es den im Buch eher weniger.



Fazit:
Im großen und ganzen hat das Buch mir gefallen und ich hatte wirklich Spaß beim Lesen, dank des Schreibstils, aber auch der Tatsache, dass wir uns nicht in irgendeinem komischen Land befinden, sondern im hier und jetzt und in unseren Zeit.



Also:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
7/10 Herzen






Und nein, das Buch ist eigentlich NICHT wie Harry Potter, egal was das Fernsehen euch auch einreden wollte. Einzige Parallele: Es spielt in unseren Welt und die normalen Menschen bekommen nichts mit. Aber bitte, selbst bei den allseits bekannten Vampirbüchern ist das so. 

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