14 Juni 2011

Blutsbande - Catherine Jinks

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Spontaner Style-Wechsel gestern abend noch, mir war einfach mal danach :) Ich hoffe euch gefällt es so gut wie mir.

Titel: Blutsbande - Bekenntnisse einer Vampirin
Autor: Catherine Jinks
Verlag: dtv
Preis (broschierte Ausgabe):12,90
Seiten: 332
Erscheinungsdatum: Dezember 2009
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 

Klapptext
Vampire sind tot. Und wenn sie nicht gepfählt werden wollen, sollten sie aufhören, Menschen zu beißen, und lernen, ihre Sucht zu akzeptieren, regelmäßig ihre Selbsthilfegruppe aufsuchen und endlich anfangen, ihr »Leben« in den Griff zu kriegen. Nina, mit 15 gebissen, lebt bei ihrer Mutter (nicht gebissen). Sie hasst die Vampir-Selbsthilfegruppe, die sie einmal wöchentlich besuchen muss, und langweilt sich (wenn’s denn ginge) zu Tode. Und das wird voraussichtlich – nun ja – ewig so bleiben. Doch eines Tages kommt Bewegung in die blutleere Bande: Ein Gruppenmitglied wird durch eine silberne Kugel eliminiert. Mit Nina (die beweisen will, dass Vampire keine unfähigen Schlaffis sind), Dave und Pater Ramon an der Spitze machen sich die Mitglieder der Gruppe auf, den Vampirjäger zu jagen.

Erwartung

Ich rechnete mit einem lustigen, netten Buch für zwischendurch, ohne allzu ernste Themen, dafür aber voll Spannung, da die Vampire ja einem Mörder auf der Spur sind, allerdings nicht mit einem megageilem Buch. Außerdem freute ich mich auf die schönen Vergleiche zu anderen Vampirbüchern.

Rezension

Im großen und ganzen lag ich mit meinen Erwartungen völlig richtig, es war fast genauso wie erwartet.

Der Schreibstil war sehr lustig, allerdings nicht allzu detailreich (vor allem bei manchen, sonst sehr ekligen Szenen zum Thema "Wie trinken Vampire"). Da es in der Ich-Perspektive der Hauptperson geschrieben wurde, war, wie man später bemerkte, nicht alles objektiv, vor allem die Vampire selbst werden sehr negativ dargestellt, weil Nina es hasst, ein Vampir zu sein.

Da ich schon gerade beim Thema bin, die Charaktere waren fast alle sympathisch und lustig. Jeder der Vampire hat irgendwelche komischen Eigenarten und definitiv haben wir es hier zumindest zu Beginn des Buches mit richtigen Anti-Helden zu tun. Im Verlauf der Geschichte wird dann allerdings einigen klar, was eigentlich in ihnen steckt und überrascht stellen sie fest, dass sie sogar mutig sein können. Auch wenn nicht alle Charaktere einen Wandel durchziehen, ist es doch schön zu beobachten, dass es einige tun. 

Die Geschichte fand ich wirklich toll. Allein die Grundidee ist wirklich super. Endlich mal haben wir keine Super-Vampire, die megageil aussehen und zudem noch selbstlos und übermächtig sind. Nein, die Vampire hier sind das komplette Gegenteil. Schwach, untersetzt, und so hübsch oder hässlich, wie sie eben als Mensch waren. Dazu kommt, dass ihnen ständig schlecht ist und sie komisches schwarzes Zeug erbrechen. 
Wenn man dann die ganzen Charaktere kennen gelernt hat, geht die Geschichte auch richtig los. Ein Mitglied der Selbsthilfegruppe (auch mal eine geile Idee, eine Vampir-Selbsthilfegruppe :D) wird umgebracht. Doch wer war es? Sobald die ersten Hinweise gefunden wurde, nimmt die Geschichte rasant an Fahrt zu und es überschlagen sich eigentlich nur noch die Ereignisse. Kaum denkt man, „puuh, endlich geschafft“, kommt ein neues Problem hinzu. Das Buch ist so voller Spannung und Action, dass man es kaum noch weglegen kann. Und das beste ist, die ganzen Ereignisse sind fast nicht vorhersehbar und treffen einem jedes Mal mit voller Überraschung. 

Also, sobald man sich an die seltsamen Charaktere gewöhnt hat, und die Geschichte richtig los geht, ist es wirklich ein super Buch.Nicht nur die ganze Action, sondern auch der Humor sorgen dafür, dass man wirklich Spaß am Lesen hat. Und vor allem ist es definitiv etwas anderes. Keine mysteriösen gut aussehenden Typen, sondern richtige Schlaffis sind hier mal die Helden der Geschichte. Also jeder, der mal einen Vampirroman der anderen Art lesen möchte, kaufen gehen!

Cover und Gestaltung (3/5)
Charaktere (4/5)
Schreibstil (5/5)
Geschichte (5/5)

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
8/10 Herzen

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