20 Juni 2011

Whisper - Isabel Abedi

0 DREAMS left | leave a DREAM
  Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena
Preis (broschiert): 7,99 Euro
Seiten: 275 Seiten 
Erscheinungsdatum: Juni 2007
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 

Klapptext
Eine unwirkliche Stille liegt über dem alten Haus Whisper, drückend und gefährlich. Als Noa es das erste Mal betritt, ist sie gleichermaßen ergriffen von Furcht und neugieriger Erwartung. Doch niemand außer ihr scheint zu spüren, dass das alte Gebäude ein lang gehütetes Geheimnis birgt ...

Erwartungen
Da ich ein ähnliches Buch besitze, in dem es um eine Art "Geisterhaus" geht, rechnete ich mit sehr viel Spannung und vielleicht auch mit einem hohem Gruselfaktor. Außerdem rechnete ich fest mit einer Liebesgeschichte und hoffte einfach darauf, dass das Buch so toll wie Isola werden würde.

Rezension
Leider musste ich nachdem ich das Buch beendet hatte, feststellen, dass meine Erwartungen zu hoch lagen. Das Buch war ganz gut, aber kam nicht wirklich an Isola heran.

Der Schreibstil war gut und vor allem fesselnd, da Isabel Abedi es wirklich drauf hat, mit ihren Worten Spannung zu erzeugen. Allerdings ist er eher schlicht und ohne jeglichen Humor geschrieben. Das Buch beinhaltet aber auch eher ernste Themen, weswegen der fehlende Humor nicht weiter schlimm ist.

Die Charaktere waren dann allerdings so eine Sache. Die Hauptperson, Noa, war sympathisch, obwohl sie am Anfang etwas unverständlich bockig war, aber nachdem man sie kennengelernt hatte, konnte man durchaus mit ihr mitfiebern. Bei den restlichen Charakteren war dies allerdings nicht der Fall. Noas Mutter Kats war eine dieser ewig junggebliebenen überdrehten Stadttussis, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann, ihr schwuler Freund Gilbert ein seltsamer Esoteriker und David dermaßen launisch und anstrengend, dass es mich manchmal echt genervt hat. Neee, die anderen Charaktere waren zwar auch gut ausgearbeitet, mit ihren Stärken und Schwächen, aber keiner ist mir wirklich ans Herz gewachsen.

Kommen wir nun zur Geschichte an sich. Toll an dem Buch war wirklich, dass es eigentlich zwei Geschichten gab. Am Anfang jedes Kapitels bekam man einen Auszug über Eliza zu lesen, einem Mädchen, das 1975 im selben Haus wie Noah gelebt hat. Das widerrum war am Anfang sehr verwirrend, aber später, wenn man weiß, was los ist, hoch interessant und eine sehr tolle Idee.
Das Buch an sich war zwar spannend, aber nach etwas gruseligem sucht man vergebens und das obwohl direkt am Anfang Geister mit Gläser-rücken befragt werden und tatsächlich antworten. Doch die Autorin schafft es sogar, dass diese eigentlich sehr gruselige Stelle eher weniger aufregend ist, da keiner der Figuren wirklich Angst deswegen hätte. Nein, irgendwie wird es fast als normal abgetan und das fand ich irgendwie seltsam.

Nichts desto trotz ist das Buch fesselnd, da man nur ganz langsam herausfindet, was es mit Eliza auf sich hat und was überhaupt 1975 passiert ist usw. Auch die Liebesgeschichte, die eingebaut wurde, war ganz nett zu lesen und durchaus interessant, weil lange zeit nicht sicher war, ob sie sich kriegen oder nicht ;)
Zusätzlich gibt es auch sehr viele unvorhersehbare Ereignisse, die das Buch auch nicht langweilig werden lassen und sogar das große Finale am Ende kam überraschend.

Also, ein recht nettes Buch, allerdings mit Stärken und Schwächen. Wer sich gruseln möchte, lässt besser die Finger von dem Buch, wer allerdings eine spannende, mit einer Liebesgeschichte gewürzten Geschichte lesen möchte, darf es sich gerne kaufen.

Cover und Gestaltung (4/5)
Charaktere (3/5)
Schreibstil (4/5)
Geschichte (3,5/5)

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 
7/10 Herzen

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