11 August 2011

[Rezension] ♥ Need - Carrie Jones

0 DREAMS left | leave a DREAM

Titel: Flüsterndes Gold
Originaltitel: Need
Autor: Carrie Jones
Verlag: cbt
Preis (gebundene Ausgabe): 14,99 Euro
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: September 2010

Klapptext

Er riecht nach Wald und hinterlässt eine Spur aus Goldstaub – der schöne Fremde, der Zara seit ihrer Ankunft im verschneiten Maine zu verfolgen scheint. Wenn er in ihrer Nähe ist, spürt sie seine Gegenwart bis in jede Faser ihres Körpers. Und es fällt ihr immer schwerer, seinem sanften Flüstern zu widerstehen, mit dem er sie in die Wälder locken will. In ihrer Panik vertraut sie sich dem attraktiven Nick an, der ihr ein schreckliches Geheimnis offenbart: Zara ist vom Elfenkönig auserwählt. Sein Kuss raubt Seelen, aber wenn er seine Königin nicht bekommt, wird er junge Männer als Blutopfer fordern. Nick ist entschlossen, Zara zu beschützen. Denn er ist nicht nur unsterblich in sie verliebt, sondern auch ein Werwolf und damit der einzige Gegner, den die Elfen fürchten. Doch als der Elfenkönig droht, Nick an seinen dunklen Hof zu verschleppen, muss Zara entscheiden, ob sie bereit ist, sich für die Welt der Menschen und den Jungen, den sie liebt, zu opfern …

Erwartung

Ich wusste nicht genau, was ich zu erwarten hatte. Ich hoffte sehr darauf, dass das Buch nicht wieder mal ein billiger Abklatsch von Twilight ist, aber ansonsten hatte ich eigentlich fast keine Erwartungen. 
 
Rezension

I should not be worrying about a string,“ I announce to the house. The house creaks with the wind, which probably means it agrees.


So, ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll. Das Buch hat mich definitiv überrascht. Eigentlich behandelt das Buch wieder mal ganz typische Themen: Neue Schule, übernatürliche Wesen, super sexy, aber seltsamer Typ...
Aber trotzdem hat die Autorin es geschafft, einen ganz eigenen Roman zu zu schreiben, der sich doch von anderen unterscheidet.

Allein die Kapitelüberschriften sind einmalig und sehr sehr originell. Phopophobias fear of phobias, Mnemophobia fear of memories, um mal ein paar zu nennen. Jedes Kapitel fängt mit dem Namen einer Phobie an, die irgendwie zu dem Kapitel passt und eine Erklärung, um was für eine Phobie es sich handelt. Sehr gelungene Idee.

Aber auch die Hauptperson ist anders. Kein angeblich unscheinbares, aber eigentlich total hübsches Mädchen, welches super lieb und toll ist, nein Zara ist kein typisches Mädchen. Ihre Ausdrucksweise ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und sehr sarkastisch, sie ist mutig und hat einen ziemlich großen Tick: Sie kennt alle Phobien beim Namen und meint, wenn sie Angst hat, müsse sie sich nur den Namen der Phobie in Erinnerung rufen, schon wäre die Angst verschwunden. Nach dem Motto, stell dich deiner Angst. Doch trotzdem hat sie das Herz am rechten Fleck. Auch die anderen Personen sind irgendwie anders. Keiner ist perfekt, sondern alle haben ihre Macken. Und trotzdem oder gerade deswegen sind die Figuren einem sympathisch.

Auch die „Wesen“ in diesem Buch waren irgendwie überraschend. Elfen, allerdings nicht die Disney-Variante, sondern böse Elfen, die Leute umbringen und irgendwie gruselig sind.
Außerdem tauchen im Laufe des Buches auch noch „Werewesen“ auf. Und zwar nicht nur Werwölfe, sondern auch ganz andere Tiere.

Auch der Stil war super, wie man schon an dem Zitat aus dem buch sehen kann. Zum einen in einem typischen Jugendslang geschrieben, voll mit sarkastischen Bemerkungen Zaras, aber an den richtigen Stellen, durchaus auch ernst und tiefsinnig. Außerdem hatte ich endlich wieder mal ein Buch vor mir, welches ich kaum aus der Hand legen konnte, weil ich immer wissen wollte, wie es weiter geht.

Die Geschichte an sich hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es gibt kein langes bla bla drum herum, nein der mysteriöse Kerl, der schon im Klapptext erwähnt wird, taucht sofort auf. Zara findet mit ihren Freunden heraus, dass dieser Kerl ein böser Elfenkönig ist, der vermutlich Zara als Königin möchte. Ganz besonders toll, waren Zaras Reaktion, als sie dies (und später noch die Geschichte mit den Werewesen) herausfindet. Endlich mal keine Reaktion wie „Oh, du bist ja ein Werwolf/Vampir/sonst irgendwas, alles klar, wieso auch nicht.“ Die erste, wirklich die erste, in all den Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe, die so reagiert, wie vermutlich 99% der Bevölkerung. Zu erst versucht sie, sich einzureden, dass alles nur Quatsch ist, dass sie Halluzinationen hat oder so, und nachdem sie irgendwann mit eigenen Augen gesehen hat, dass es wahr ist, ist sie kurz vorm Durchdrehen und wünscht sich irgendwo hin, wo sie mit all dem übernatürlichen nichts zu tun hat. Endlich mal eine authentische Reaktion.
Im Laufe des Buches nimmt die Spannung dann immer mehr zu, die Bedrohung der Elfen wird immer konkreter, bis es zum unweigerlichen Höhepunkt des Buches kommt, der sich auch sehen lassen kann. Selbst das Ende ist gut, und ohne Cliffhanger.


Fazit

Auf der einen Seite ein typischer Roman, mit typischer Themen, auf der anderen Seite ein außergewöhnlicher Roman, mit innovativen, neuen Ideen, dessen Kernthema eigentlich die Angst und wie man sie bekämpfen kann, ist. Ich mochte das Buch, es hat mich mehr als nur unterhalten, die Figuren habe ich ins Herz geschlossen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ehrlich gesagt, ich kann es eigentlich nur uneingeschränkt weiter empfehlen, weil ich es super fand.

Stil (5/5)
Charaktere (5/5)
Humor (3/5)
Gefühl (3/5)
Spannung (4/5)
 5 von 5 Dreamcatcher

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