20 März 2012

[Rezension] Im Bann des Vampirs - Keren Moning

4 DREAMS left | leave a DREAM
 Titel: Im Bann des Vampirs
Originaltitel: Darkfever
Reihe: Fever Saga
Autor: Karen Marie Moning
Verlag: Ullstein
Preis (broschierte Ausgabe): 7,95 Euro
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: Oktober 2007


Klapptext

Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs - bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Einblicke

Ich trug meinen Lieblingsbikini, einen pinkfarbenen mit Tupfen, der perfekt zu meiner Ich-bin-eigentlich-keine-Serviererin-Maniküre und - Pediküre passte.


Auf den Punkt 

Gar nicht so übel, wie ich befürchtet hatte.

Rezension

Also selbst hätte ich mir dieses Buch nicht gekauft, aber da ich es geschenkt bekommen habe, musste ich es ja notgedrungen lesen. Meine Erwartungen an das Buch waren sehr gering, da ich schlechte Erfahrungen mit diese Art von Büchern gemacht habe. Ehrlich gesagt war es dann aber gar nicht so schlimm^^

Wie üblich, vergesst den Klapptext! (Ich glaube ich sollte das als Kategorie mal mit einführen, gehört ja irgendwie dazu^^) Macs Schwester, die in Irland ermordet wurde, hinterlässt ihr eine rätselhafte Nachricht kurz vor ihrem Tod. Mac  möchte nun auf eigener Faust herausfinden, was das zu bedeuten hat und natürlich auch den Mörder ihrer Schwester finden und fliegt auf eigene Faust nach Dublin. Dort macht sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Gegenstand "Sinsar Dubh" und begegnet Barrons, der diesen Gegenstand sehnlichst besitzen möchte und ihr somit erklären kann, um was es sich handelt. Natürlich glaubt sie ihm nicht, als er ihr erklärt, dass es sich um einen mächtigen Feengegenstand handelt, doch sie muss sich bald eingestehen, dass er die Wahrheit sagt, denn genau diese Feen kann sie, im Gegensatz zu anderen Menschen, sehen und sie sehen nicht besonders freundlich aus...

Also wenn man mal davon absieht, dass es in diesem Buch maximal einen Vampir gibt (und bei dem ist nicht ganz sicher, ob er wirklich einer ist), kann man eigentlich die Leute, die sich Titel und Klapptext ausgedacht haben, nur hauen. Außerdem wirken nicht alle Vampire/Elfen eine erotische Anziehung auf Mac aus, die meisten sind einfach nur abstoßend hässlich (allerdings mit Ausnahmen). Und auch knistert es nicht besonders zwischen Mac und Barrons, obwohl man sich eigentlich sicher sein kann, dass sich das in den weiteren Büchern ändern wird, da beide sich nicht uninteressant finden. 
Na ja, so viel zum Inhalt und zum Klapptext.

Der Schreibstil war nun nicht gerade tiefsinnig, eher sehr umgangssprachlich, doch es passt perfekt zu Mac. Mac ist nämlich die typische Tussi, wie sie im wahrsten Sinne des Wortes im Buche steht. Sie steht stundenlang vor dem Spiegel und sorgt sich, dass ja die Schuhe auch zum Lippenstift passen und hoffentlich sitzt die Frisur und überhaupt. Bei Mac weiß ich nicht genau, ob ich sie nun mag oder nicht. Manchmal ist sie lustig und recht clever und ich kann ihr bei manchen ihrer Ansichten nur zustimmen, aber wenn dann die Tussi aus ihr raus kommt oder sie plötzlich so schrecklich naiv ist, kann ich sie nicht leiden. Auch bei Barrons bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn mag, aber das liegt einfach daran, dass er sehr undurchsichtig ist und sich nicht in die Karten schauen lässt. Allerdings macht ihn das so wenigstens interessant, weil man so nicht genau weiß, ob er gut oder böse ist. 
Mehr Figuren gibt es eigentlich gar nicht, alle anderen sind Randfiguren, die man kaum kennenlernt und die alle sehr klischeehaft sind.  

Ein Minus bekommt übrigens der Übersetzer. Stellenweise hat er sehr wörtlich aus dem Englischen übersetzt und das klingt dann irgendwie komisch und holprig. Das hätte man wirklich besser machen können. Beispiel? "
Hinter dem hier, Barrons", sagte ich kleinlaut. 'Das' sah aus wie eine massive Schutztür.
Da hätte man sich doch ein bisschen mehr Mühe machen können.

Die Idee, alte keltische Mythen aufleben zu lassen, hat mir eigentlich gut gefallen und auch die Feenwesen, die unentdeckt unter uns leben, finde ich eine netten Einfall und ich kann Karen Morning wirklich nicht vorwerfen, irgendwo abgeschaut zu haben. Zumindest für mich war die Idee neu und das obwohl es von Feengeschichten im Moment nur so wimmelt. 



Fazit

Eine gute innovative Geschichte, die trotzdem ihre Schwächen hat. Das Problem ist, dass man bei diesem Buch noch nicht so genau weiß, wen es eigentlich ansprechen soll. Man findet hier weder knisternde Erotik noch romantische Liebesbekundungen, obwohl der Klapptext eigentlich beides irgendwie verspricht. Trotzdem kann jeder, der gerne Bücher in Richtung Fantasy liest gerne mal zugreifen und schauen, ob es etwas für ihn ist und auch diejenigen die gerne erotische Bücher lesen, können es sich überlegen, da ich mir sicher bin, dass die nächsten Teile nicht mehr ganz so harmlos sein werden.
Ich für meinen Teil bin zwar ganz zufrieden mit diesem Buch, allerdings glaube ich nicht, dass ich mir den nächsten Teil kaufen werde.

Stil (2,5/5)
Charaktere (2,5/5)
Humor (4/5)
Gefühl (1/5)
Spannung (3/5)



3 von 5 Dreamcatchers

Kommentare:

  1. Klappentext und Cover verfälschen das Buch tatsächlich und ich könnte mich immer noch darüber ärgern, wie diese eigentlich tolle Reihe vermarktet wird ^^ Am Anfang konnte ich mit Macs Verhalten, das so unglaublich girly-haft war gar nichts anfangen, aber sie wird in den nächsten Büchern noch sehr erwachsen und findet auch zu sich selbst.

    Für mich zählt sie zu einer meiner Lieblingsreihen, jedes Buch ist besser als sein Vorgänger und den Abschlussband habe ich verschlungen und seitdem auch schon mehrere Rereads gemacht, weil ich die Entwicklung der Charaktere und der Welt so unglaublich spannend fand. Ich kann sie jedenfalls nur empfehlen ;)
    liebe Grüße, Melanie

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    1. Na, das ist gut zu hören. Meist werden ja die Folgeteile immer schlechter und das hätte der Reihe nun nicht unbedingt gut getan^^
      Vielleicht kauf ich mir unter diesem Unständen ja doch noch den nächsten Teil ;)

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  2. Besonders bei dieser Reihe ist mir aufgefallen, wie sehr Klappentext und Cover/Titel ein Buch verfälschen können. Ich habe mir den Teil zum Glück besorgt, nachdem ich schon hin und weg von dieser Serie war ;-)

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    1. Wie? Hast du mit Teil 2 angefangen oder was?^^

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