11 September 2012

[Rezension] Dark Inside - Jeyn Roberts

0 DREAMS left | leave a DREAM
Titel: Dark Inside
Autor: Jeyn Roberts
Verlag: Loewe-Verlag
Preis (broschierte Ausgabe): 14,95 Euro
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: Juni 2012
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Klapptext

Aries kämpft sich nach einem Erdbeben durch zerstörte Straßen. Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle. Mason verliert all seine Freunde bei einem Bombenanschlag. Michael entkommt nur knapp dem Amoklauf zweier Polizisten. Vier Jugendliche kämpfen in einer postapokalyptischen Welt um ihr Überleben. Sie können niemandem trauen. Nicht einmal sich selbst. Erdbeben verwüsten ganze Kontinente, zerstören Städte und Häuser. Doch etwas regt sich, was tausendmal schlimmer ist: eine dunkle Kraft, die Menschen in rasende Bestien verwandelt. Wer nicht befallen wird, kämpft um sein Leben. Keiner kann den Monstern entkommen, denn sie sind mitten unter uns: ein Freund, ein Familienmitglied, ein Kind. Ihre Tarnung ist perfekt


Einblicke

Sie sind die dunklen Gedanken in uns, die wir nicht hören wollen. Wir haben sie ignoriert, doch sie sind einfach nicht weggegangen. Sie wurden stärker, lauter und dann fingen sie an, einen Sinn zu machen.


Auf den Punkt

spannend, düster und absolut beängstigend

Rezension 


Nachdem ich nun schon einiges über dieses Buch gehört habe und ich im Moment gerne Dystopien lese, wusste ich schnell, dieses Buch muss ich haben. Doch ganz sicher, ob es mich überzeugen würde war ich nicht, immerhin habe ich auch schon schlechtes in diesem Genre gelesen.

Der Leser wird zusammen mit den Figuren direkt am Anfang ins kalte Wasser geworfen. Mason wird ins Krankenhaus gefahren, weil seine Mutter einen Unfall hatte und sieht dann im Fernsehen, dass seine Schule von einem Verrückten in die Luft gesprengt wird. Aries fährt gerade mit dem Bus zur Theaterprobe, als ein schreckliches Erdbeben die ganze Stadt zerstört. Clementine befindet sich in einer Stadtversammlung, als zwei der Bewohner mit seltsamen Ausdruck im Gesicht und Pistolen in der Hand hineinstürmen. Ihre Eltern scheinen etwas zu ahnen, denn sie wird von ihnen nach draußen geschickt und soll sich verstecken. Michael fährt gerade mit einem Freund nach Hause, als er Zeuge wird, wie ein Autofahrer einen Motorradfahrer überfährt und die Polizisten, die seltsamer Weise sofort zur Stelle sind, irgendwann auf alle schießen.

Schnell wird auch den Jugendlichen klar, hier stimmt etwas nicht. Unglaublich viele Schulen sind in die Luft gesprengt worden, Erdbeben haben auf der ganzen Welt Chaos angerichtet und viele Menschen werden plötzlich zu mordenden Bestien, deren größte Freunde es ist, anderen einen qualvollen Tod zu bescheren. Da man generell niemandem in dieser schrecklichen Welt trauen kann, kann man sich denken, wie nervenaufreibend die Geschichte ist. Da es sehr viel mehr Bestien oder Hetzer, wie sie im Buch genannt werden, als normale Menschen gibt, gibt es keinen sicheren Ort und immer, wenn die Hauptpersonen sich gerade in Sicherheit wägen, werden sie von Hetzern entdeckt und gejagt.

Besonders erschreckend und realistisch wird das Buch dadurch, dass sich die Welt der Jugendlichen nicht von unseren unterscheidet. Wir sind hier nicht in einer fernen Zukunft mit neuwertigen Technologien und ganz anderen Lebensstilen, nein wir befinden uns in unseren altbekannten Welt und das sorgt dafür, dass die Geschichte irgendwie realer und die Gefahr greifbarer wird. Denn was würden wir machen, wenn unsere Nachbarn plötzlich beschließen uns alle töten? Könnten wir uns vor ihnen behaupten und schützen? Hätten wir überhaupt eine Chance zu überlegen? Solche Fragen habe ich mir beim Lesen manchmal gestellt und mich wirklich gefragt, was ich tun würde, wäre die Geschichte real.

Die Autorin schafft es tatsächlich, die Spannung über weite Teile des Buches konstant aufrecht zu erhalten, was neben den Gefahren, mit denen die Charaktere zu kämpfen haben, auch daran liegt, dass die Hauptperson nach jedem Kapitel wechselt und man bei jeder einzelnen Figur am Ende des Kapitels eigentlich wissen will, wie es nun mit ihr weiter geht. Dadurch wird das Buch echt zu einem wahren Pageturner.

Außerdem gibt es noch ein "Nichts", welches uns ein bisschen etwas erklärt, uns aber manchmal auch nur noch mehr beunruhigt und verwirrt und man bekommt  vor allem am Ende des Buches einen Verdacht, wer sich nun hinter diesem Nichts verbirgt, auch wenn dieses Geheimnis erst im nächsten Buch gelüftet werden wird.

Am Ende des Buches gibt es noch ein würdiges Finale mit übelstem Fingernagelkaualarm und tatsächlich so gut wie keinen Cliffhanger. Klar, alle Fragen sind nicht beantwortet, aber die Handlung endet nicht besonders abrupt.


Fazit

Ein unglaublich düsteres, spannendes Buch, welches man kaum aus der Hand legen kann. Es basiert auf einer neuen Idee und man hat nicht das Gefühl einen Abklatsch von einem anderen Buch zu lesen. Durch die Brutalität, aber auch durch die wirklich beängstigende Atmosphäre ist das Buch weder etwas für Zartbesaitete, noch für allzu junge Leser, aber für jeden, der gerne mal eine neuartige Dystopie mit nur sehr wenig ruhigen Momenten, dafür aber mit sehr viel Action und Spannung lesen will, ein undbedingtes Muss!

Stil (4/5)
Charaktere (4/5)
Humor (1/5)
Gefühl (3/5)
Spannung (5/5)


 5 von 5 Dreamcatchers

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