05 November 2012

[Rezension] Die Hüter der Zeit oder ein großes Abenteuer durch die Geschichte

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  Titel: Die Hüter der Zeit
Reihe: Jake Djones
Autor: Damian Dibben
Verlag: Penhaligon
Preis (gebundene Ausgabe): 16,99 Euro
Seiten: 352
ISBN: 978-3-7645-3093-8
Erscheinungsdatum: September 2012
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Klapptext

Jake Djones führt ein ganz gewöhnliches Leben – bis er eines Tages vom Geheimbund der Geschichtshüter erfährt. Die Agenten dieses Bundes eröffnen Jake nicht nur, dass er durch die Zeit reisen kann, sie benötigen auch noch seine Hilfe. Der skrupellose Prinz Xander Zeldt will die Vergangenheit nach seinem Willen verändern und der Welt damit für alle Zeit seine Herrschaft aufzwingen. Gemeinsam mit den besten Agenten der Geschichtshüter begibt Jake sich auf eine gefährliche Mission ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Das Schicksal der Menschheit hängt allein von ihrer Entschlossenheit ab – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ...


Rezension 


Der Klapptext verspricht eine rasante Zeitreisegeschichte über eine abenteuerliche Hauptperson in einer Welt, die mal wieder in gut und böse unterteilt ist. Doch ist das Buch wirklich so rasant und voller Abenteuer, wie der Klapptext verspricht oder dümpelt es doch nur so vor sich hin?

Ich für meinen Teil finde schon, dass das Buch hält, was es verspricht, aber trotzdem bin ich nicht hundert Prozent zufrieden.

Die Geschichte beginnt direkt damit, dass Jake von zwei Männern der geheimen Geheimgesellschaft entführt wird. Dort erklärt man ihm schließlich, dass er durch die Zeit reisen kann und dass seine Eltern während einer Zeitreisemission verschwunden sind. Anschließend reist Jake mit einigen anderen Agenten zum Hauptquartier, welches in einer anderen Zeit liegt.
Dort lernt Jake die besten Agenten der Geheimgesellschaft kennen - allesamt noch sehr jung und stellenweise etwas schräg.

Generell finde ich erst mal, dass der Autor seine Figuren sehr gut entworfen und sich auch wirklich über die Charaktere Gedanken gemacht hat. Jake als Hauptcharakter hat mir sehr gut gefallen. Er besitzt genau die richtige Mischung aus Mut, Leichtsinn und Angst, die ich bei einer Figur gerne lese. Auch die Erwachsenen der guten Seite fand ich sehr sympathisch und der Nebenstrang der zwischendrin immer mal erzählt wird, war äußerst interessant und amüsant.
Leider stellt der Autor manche Charakterzüge doch ein bisschen überspitzt dar, weswegen einige Figuren, vor allem Charlie und Nathan dann doch etwas unecht rüber kommen. Bei Charlie kann man vielleicht noch darüber hinweg schauen, da er trotzdem liebenswert ist, aber Nathan hat mich zwischendrin dann doch manchmal sehr genervt. Er besitzt eigentlich nur die Charaktereigenschaften eingebildet und cool und egal in welcher Situation, er ist immer nur eingebildet oder cool und dadurch wirkt er in manchen Situation irgendwie unecht.

Schließlich werden die Top-Agenten los geschickt um Jakes Eltern zu suchen. Jake, der natürlich nicht untätig rumsitzen will, schließt sich ihnen heimlich an. Und so kommt es, dass er bald in einem rasanten und gefährlichem Abenteuer steckt. Tatsächlich hastet er von einer Gefahr in die nächste und das Buch ist wirklich mit allerhand überraschender Wendungen und purer Action gespickt, was dafür sorgt, dass man schnell weiterlesen möchte.

Natürlich lernt Jake in diesem Buch auch die dunkle Seite kennen, welche aus einem Prinzen, der die Geschichte verändern möchte, besteht. Ich weiß nicht, ob sich das noch ändern wird, aber hier ist mir die böse Seite einfach ein wenig zu grundlos böse. So ganz habe ich immer noch nicht verstanden, was der besagte Prinz eigentlich von seiner Aktion hat, außer eben, dass es sehr sehr böse von ihm ist.

Klar ist natürlich, dass das Buch ein würdiges, mit Spannung geladenes Finale besitzt. Das Ende lässt einem im großen und ganzen zufrieden zurück, jedoch wie immer mit dem Wunsch den nächsten Teil zu lesen, denn klar sind nicht alle Probleme gelöst und somit will man wissen, wie es weiter geht.



Fazit

Ein Buch, welche es eher jüngere Leser ansprechen wird. Es gibt eine klar gute und eine klar böse Seite und die Figuren besitzten teilweise sehr überzogene Charaktereigenschaften, die jüngeren Lesern vermutlich aber trotzdem sehr gefallen werden.
Für mich persönlich war das Buch gut und unterhaltend, aber ich habe mir ein bisschen mehr darunter versprochen. Lesen sollten es alle, die gerne fantasievolle Geschichten im Stil von Percy Jackson oder auch Harry Potter lesen (auch wenn die Geschichte dann doch schwächer ist, als HP und PJ). Wer gerne tiefgründige Bücher mit realitätsnahen Charakteren und einer Welt die nicht nur in gut und böse geteilt wurde, lesen möchte, sollte sich dann doch etwas anderes suchen.

Stil (4/5)
Charaktere (3/5)
Humor (3/5)
Gefühl (2/5)
Spannung (4/5)
 3,5 von 5 Dreamcatchers

Vielen Dank an Penhaligon zur Bereitsstellung des Rezensionsexemplars

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