31 Dezember 2012

[Rezension] Der Hobbit - JRR Tolkien

4 DREAMS left | leave a DREAM
 Titel: Der Hobbit oder Hin und Zurück
Autor: JRR Tolkien
Verlag: Klett-Cotta
Preis (gebundene Ausgabe): 17,95 Euro
Seiten: 382
ISBN: 978-3-608-93818-0
Erscheinungsdatum: September 1937


Klapptext
Vorbei ist es mit dem beschaulichen Leben von Bilbo Beutlin, seit er sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das Hobbitvorstellungen bei Weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von der Dauer eines Jahres begibt, die ihn quer durch Mittelerde führen wird, er lässt sich auch vom Zwergenkönig als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen. Auf seiner abenteuerlichen Reise gelangt Bilbo in den Besitz des Ringes, den er später an seinen Neffen Frodo weitergibt.


Rezension 


Theoretisch ist das Buch ein reread von mir, aber da es schon 10 Jahre her ist, als ich das Buch gelesen habe, konnte ich mich an fast gar nichts mehr erinnern. Ich wusste nur noch, dass mir das Buch damals recht gut gefallen hat und es viel leichter zu lesen war als Herr der Ringe.

Das Buch ist außergewöhnlich - keine Frage. Schreibstil, Figuren und Geschichte findet man definitiv so nicht in irgendeinem anderen  Buch.

Der Schreibstil ist sehr kindgerecht. Der Erzähler ist ein sehr aktiver (und ein gutes Beispiel für einen auktorialen Erzähler - Deutsch-LK lässt grüßen^^) und spricht den Leser persönlich an. Er greift vor und zurück in der Geschichte und man hat das Gefühl, ein alter Mann sitzt vor einem, der gerade diese Geschichte erzählt. Früher fand ich gerade das richtig gut und lustig, heute war es zwar putzig, aber stellenweise wirklich ungewohnt. Manchmal ist mir der Autor (wie man es ja auch schon aus HdR kennt) etwas zu detailreich und die zeilenlangen Beschreibungen sind sicher nicht jedermanns Sache.

Die Figuren sind alle sehr kindgerecht entworfen und sehr viele grußelige Gestalten gibt es auch nicht.
Bilbo wird als gemütliches Kerlchen beschrieben und hat genau an den richtigen Stellen eine riesige Angst, wird aber auch an genau der richtigen Stelle zum Helden. Alles in allem fand ich Bilbo und die Zwerge total putzig und sympathisch - einfach die perfekten Figuren für ein Kinderbuch.

Die Geschichte ist sehr abenteuerlich und unsere Helden rennen von einem Unglück ins nächste. Deswegen bleibt die Geschichte auch dauerhaft spannend, da die Probleme bis kurz vor Ende nicht abreißen und man nie sicher sein kann, wie das ganze endet. Außerdem war die Geschichte fast nicht vorhersehbar. Man weiß zwar (wie eigentlich immer), dass die Helden bis zum Schluss überleben, aber man wusste nie, wie sie sich aus den gefährlichen Situationen nun retten sollten.
Am Ende gibt es als kleines Finale eine Schlacht und nicht alle Helden verlassen diese lebend - auch wenn deren Tod knapp und wenig blutreich geschildert wird.
Wenigstens gibt es danach trotzdem ein Happy End, was jeden Leser zufrieden stellen wird.

Fazit
Das Buch ist für Kinder gut geeignet, da es nicht sehr brutal ist und eine Spur klindlichen Humor besitzt. Auch die Geschichte ist dauerhaft aufregend und keine Langeweile entsteht. Einziger Minuspunkt ist der Schreibstil, der für manche Kinder zu langatmig und für manche Erwachse zu kindlich sein könnte. Wenn man sich jedoch darauf einlässt hat man eine gute Geschichte vor sich.
Lesen dürfen es alle, die gerne kindliche Abenteuerbücher lesen. Wer kein Fantasy mag oder eher Bücher mit erwachsenerem Schreibstil sollte sich ein anderes Buch anschaffen.

Stil (3/5)
Charaktere (4/5)
Humor (3/5)
Gefühl (2/5)
Spannung (4/5)
  3,5 von 5 Dreamcatchers 

Kommentare:

  1. Dann ist das Buch bei dir ja wirklich ganz gut weggekommen :)
    Wobei ich glaube, dass gerade dieses "putzige" Detail mich einfach gestört hat. Irgendwo ist es in der Art, wie erzählt wird ein Buch für jüngere, aber die Handlung und all das Wissen von der Welt und der Konflikt eher für ältere geeignet. Fand den Spagat ein wenig...gewagt^^
    Mein Ding ist es leider absolut nicht.
    Liebe Grüße,
    Lyrica :)

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    1. vielleicht fand ich das buch auch besser, weil ich ja schon wusste, was mich erwartet.
      Aber ich kann auch nachvollziehen, wenn man das Buch nicht mag, ist schon recht ungewöhnlich alles.

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    2. Ja, das kann gut sein. Wobei ich mir schon im Klaren drüber war, dass Tolkien sicherlich nicht zu einem meiner Lieblingsschriftsteller werden wird^^
      Du trifft es sehr gut mit "ist schon recht ungewöhnlich alles" :D

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    3. na ja, aber HdR und der Hobbit sind ja dann doch noch mal ganz anders. Wer das eine mag, kann das andere auch hassen^^

      Aber wenigstesn weißt du jetzt, dass du von Tolkien einfach die Finger lässt und dir was schöneres zum lesen suchst^^

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