20 Dezember 2012

[Rezension] Flavia de Luce, Vorhang auf für eine Leiche - Alan Bradley

0 DREAMS left | leave a DREAM
 Titel: Vorhang auf für eine Leiche
Reihe: Flavia de Luce
Autor: Alan Bradley
Verlag: Penhaligon
Preis (broschierte Ausgabe): 19,99 Euro
Seiten: 320
ISBN: 978-3-7645-3098-3
Erscheinungsdatum: Oktober 2012


Klapptext
Flavia de Luce und ihre Familie stehen kurz vor dem finanziellen Ruin. Da tut sich plötzlich eine unverhoffte Geldquelle auf: Eine Filmcrew will ihren Familiensitz für Dreharbeiten nutzen. Vom Glamour angelockt, strömen Schaulustige nach Buckshaw, um den Star des Ensembles zu sehen, die berühmte Diva Phillys Wyvern. Doch der Abend nimmt eine schreckliche Wendung: Eine Leiche wird gefunden – erdrosselt mit einem Filmstreifen. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen tosenden Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Der findigen Hobbydetektivin Flavia ist klar: Der Täter muss sich unter den Gästen befinden. Unverzüglich beginnt sie mit ihren Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des skrupellosen Mörders …


Rezension 

Der Klapptext verspricht dem Leser einen spannenden Krimi, bei dem man bis zur letzten Sekunde um die Hauptperson bangen muss. Doch kann das Buch seinen Erwartungen gerecht werden oder wird es eine Enttäuschung?

Eine Enttäuschung wurde es Gott sei Dank nicht.
Dieses Buch war mein erster Teil aus der Flavia-Reihe und ich war sehr gespannt darauf. Das Cover der Bücher hat mich schon eine Weile angesprochen und als es dann bei Blog dein Buch angeboten wurde, musste ich einfach zuschlagen. Zum Glück fiel mir der Einstieg total leicht, denn jedes der Bände ist eine abgeschlossene Geschichte und man bekommt schnell einen Überblick über die einzelnen Figuren.

Während des Lesen habe ich mich allerdings die ganze Zeit gefragt, für welche Alterstufe dieses Buch sein soll. Die Hauptperson ist 12, doch ihr Denken und Verhalten entspricht dem einer Erwachsenen. Leider konnte ich auch bei Amazon nicht erfahren, wer die Zielgruppe des Buches sein soll.
Auch oder gerade weil Flavia sehr erwachsene Züge besitzt und trotzdem auch noch Kind bleibt (sie glaubt z.b. fest an den Weihnachtsmann) war sie eine tolle Hauptfigur, aus deren Sicht ich gerne die Geschichte verfolgt habe. Auch die andere Figuren waren auf ihre Art einzigartig, wenn auch manchmal ein wenig verschroben. Der Autor schafft es also verschiedene Figuren zu erschaffen und ihnen Leben einzuhauchen.

Die Geschichte beginnt damit, dass Flavias Vater von den Filmleute erzählt, die in ihrer Villa ein Film drehen wollen. Alle sind deswegen sehr aufgeregt, als die nächsten Tage tatsächlich die Filmstars der damaligen Tage auftauchen und für mehrere Wochen bei ihnen einziehen.

Auch wenn alles doch immer noch recht interessant und unterhaltsam ist, passiert dann lange Zeit nichts nennenswertes mehr. Der so groß angekündigte Mord, auf den man als Leser natürlich wartet, taucht erst nach der Hälfte des Buches auf. War dann doch ein sehr langer Einstieg in einen Krimi.
Außerdem hätte ich ein Glossar gut gefunden. Die Filmleute hatten alle ähnlich klingende eigentümliche Namen und irgendwann habe ich dann den Faden verloren, wer eigentlich wer ist.

Schließlich passiert dann aber doch die Tragödie:
Weihnachten steht vor der Tür und auf Grund dessen beschließen die Schauspieler eine kleine Weihnachtsvorstellung von Romeo und Julia zu geben - zu der das ganze Dorf eingeladen ist. Natürlich kommen alle und lassen sich dieses Schauspiel nicht entgehen. Leider schneit es während dessen so heftig, dass die Dorfbewohner nicht mehr nach Hause können und in der Villa übernachten müssen. Und dann passiert es - ein Filmmitglied wird ermordet und ausgerechnet Flavia entdeckt die Leiche.

Ab hier beginnt nun endlich der versprochene Krimi. Die Polizei kommt und versucht den Mörder zu finden, aber (wie üblich in solchen klassischen Krimis) Flavia ist schlauer und kann nacheinander den Kreis der Verdächtigen einengen bis es schließlich zu einem kleinen Showdown kommt, bei dem der Täter gestellt wird.
Ich hatte sogar den Richtigen in Verdacht den Mörder zu sein und fand die gelieferte Aufklärung schlüssig und zufriedenstellend.



Fazit
Eine nette kleine Krimigeschichte, die jedoch lange braucht bis sie in Fahrt kommt. Ich habe mich während der Lektüre des Buches unterhalten gefühlt und werde sicherlich noch einen weiteren Teil des teils etwas skurrilen Krimis lesen.
Empfehlen kann ich ihn jedem, der gerne klassische Krimis liest und sich vor einem langen Einstieg nicht scheut. Dabei ist es recht egal, ob man die anderen Teile kennt oder nicht. Wer viel Spannung und Action in einem Krimi braucht sollte definitiv etwas anderes kaufen.

Stil (4/5)
Charaktere (4/5)
Humor (2/5)
Gefühl (2/5)
Spannung (2/5)
   3,5 von 5 Dreamcatchers 

Vielen Dank an Blog dein Buch und den Penhaligon-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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