15 September 2013

[Rezension] Rage Inside - Jeyn Roberts

0 DREAMS left | leave a DREAM


Klapptext
Aries will die Gruppe führen, doch dazu muss sie erst ihre Zweifel überwinden.
Mason kämpft gegen das alles zerfressende Nichts.
Michael hängt in der Hölle seiner eigenen Vergangenheit fest.
Daniels innere Dämonen werden immer mächtiger.

Das Spiel ist aus. Die Zivilisation ist zerstört. Wird sich die Geschichte der Menschheit nun wiederholen?

Drei Monate nach dem Erdbeben: Aries hat ihre Freunde sicher nach Vancouver geführt. Nur der rätselhafte Daniel, zu dem sie sich am meisten hingezogen fühlt, verschwindet immer wieder. Währenddessen errichten die Hetzer unter den wenigen Überlebenden der Katastrophe ein blutiges Regime aus Unterdrückung und Angst.
Dann tappen Michael und Clementine in eine tödliche Falle, und Mason und Daniel werden von den Hetzern gefangen genommen. Die Gruppe bricht auseinander. Wen kann Aries retten, bevor sie sich rettungslos in ihren eigenen Gefühlen verliert?

Titel: Rage Inside; Autor: Jeyn Roberts; Seiten: 400; Verlag: Loewe; ISBN:978-3-7855-7397-6 ; Preis (broschierte Ausgabe): 14,95 Euro; Erscheinungsdatum: August 2013



Wie ihr gaaaaaaaaaanz vielleicht mitbekommen habt (ich hab es ja auch nur tausend mal erwähnt oder so), gehört Dark Inside zu meinen Lieblingsbüchern. Es war so spannend und anders, dass ich es regelrecht verschlungen habe, auch beim zweiten Lesen. Gegen Ende von Dark Inside deuteten sich neue Probleme an und Fragen blieben offen. Wer ist dieses Nichts? Sind alle Gruppenmitglieder wirklich frei vom Bösen? Was zur Hölle geschah nur mit den Menschen, dass sie sich nun gegenseitig umbringen wollten?

Ich hab mich sehr gefreut, als ich letztens gesehen habe, dass Rage Inside nun erschienen ist und musste es mir sofort kaufen. Außerdem war ich positiv überrascht, als ich gesehen habe, dass der zweite Teil auch der letzte sein sollte. Endlich mal keine Trilogie, wie erfrischend anders.
Auch wenn ich immer noch arbeiten muss und abends total müde bin, habe ich es geschafft, das Buch innerhalb einer Woche zu lesen, ein wirklich gutes Zeichen :)

Auch der zweite Teil der Reihe lässt sich super schnell und flüssig lesen, was vor allem an der düsteren Atmosphäre und der Tatsache liegt, dass die Sichtweise immer dann wechselt, wenn es bei einem Protagonist gerade richtig spannend wird. 
Doch auch wenn ich den zweiten Teil der Reihe ganz gut fand, bin ich nicht völlig zufrieden. Für mich war der erste Teil definitiv besser, was vor allem daran lag, dass dieses Buch meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte. Ich rechnete damit, dass es einen Verräter in der Gruppe gibt, dass das Böse noch mächtiger wird, dass die Hetzer noch brutaler werden, dass irgendetwas schreckliches mit unserem Grüppchen passiert und es einige Tote geben würde.
Leider passierte davon gar nichts. Wie in Band Eins fliehen unserem Protagonisten vor den Hetzern immer von einem Ort zum nächsten, doch wie durch ein Wunder schaffen sie es eigentlich immer. Für mich wirkte es irgendwann unrealistisch, da sie doch wirklich mit sehr wenigen Verlusten aus jeder noch so brenzligen Situation heraus kamen.
Auch die Auflösung, wer hinter dem Nichts steckt und das Böse in sich trägt, war eher enttäuschend, weil es genau die Person wurde, die man sowieso durch sein verdächtiges Verhalten in Verdacht hatte. Ich hatte auf eine viel kreativere und überraschendere Auflösung gehofft.

Die Geschichte wird also zu einem endlosen Strudel aus Angst vor Entdeckung, Fliehen vor den Hetzern und einigen Befreiungsaktionen. Zumindest das Finale konnte mich dann doch noch einmal völlig überzeugen, da es noch einmal spannend war und ein paar Überraschungen in petto hatte.
Dafür war das Ende des Buches wie ein Schlag ins Gesicht. Wie kann man so ein Ende schreiben, wenn man sein Buch nicht fortsetzen will? Ich kann mit einem offenen Ende leben, aber nicht mit einem, welches Fragen nur ganz vage klärt und einem nicht mal Auskunft über das Schicksal der Charaktere gibt. Ich war wirklich schockiert und irritiert nach der letzten Seite.  Was sollte denn das? Kann man den Buch nicht fünfzig Seiten mehr geben und dafür mal alles klären?
Natürlich musste ich gleich mal googlen und ich bin nicht die einzige, die sich über so ein Ende aufregt, doch dann habe ich gelesen, dass Jeyn Roberts doch noch einen Teil schreiben will, wenn sie mit einem anderen Projekt fertig ist. Hmm.
Ich freue mich auf der einen Seite, weil DAS Ende kann man so nicht stehen lassen. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie man so ein Ende überhaupt schreiben kann, wenn man nicht fortsetzen will. Oder geht es hier mal wieder ums liebe Geld und Frau Roberts hätte eigentlich an anderes Ende geplant, sie und ihr Verlag wollen jetzt aber doch noch mehr Geld herausholen? Nein, irgendwie fühle ich mich etwas veräppelt.


Eigentlich war das Buch gut, wenn auch nicht so gut, wie der erste Teil. Wenn das merkwürdige Ende nicht gewesen wäre, hätte ich ihm wohl trotzdem die volle Punktzahl gegeben, doch das Ende ärgert mich so, dass ich dem Buch einen ganzen Dreamcatcher abziehe. Wer mit sehr, ich betone noch einmal, SEHR offenen Enden leben kann, darf sich das Buch trotzdem gerne kaufen.

Stil: ♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥
Humor: ♥♥ Gefühl: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥♥ Kreativität: ♥♥♥


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