04 November 2013

[Aus dem Leben einer Studentin] War studieren schon immer so anstrengend?

19 DREAMS left | leave a DREAM
Das Studium läuft jetzt seit gut zwei Wochen und mal wieder bin ich überrascht, wie anstrengend so ein Studium sein kann... Kann aber auch daran liegen, dass ich vorher ein halbes Jahr Praktikum hatte und das auf eine andere Ebene anstrengend ist. Leider komm ich jetzt auch kaum noch zum Lesen oder bloggen, aber ich will nicht das mein Blog verkümmert :(


Deswegen jetzt mal einen Jammer-Weichei-Waschlappen-Ich-mache-alles-andere-als-arbeiten-Post zu dem bösen Studium, was mich von allem abhalten will, was spaß macht

 Wie? Studenten machen doch nichts als saufen, feiern und schlafen!

Äh nein. Also ich und die meisten Komilitonen haben im Moment mehr zu tun als das, dieses Klischee bedienen Studenten nur in den zugegeben seeeeeeeeeeeehr langen Semesterferien, in denen sie keine Hausarbeit schreiben müssen ;) Studium heißt nämlich nicht nur in langweilige Vorlesungen sitzen, sondern Referate für Leistungspunkte (quasi in jedem Fach) und für jedes Seminar einen zwischen 10 - 50 Seiten langen Text lesen. Klar ist es wie in der Schule, man kennt seine Dozenten und weiß, wo das lesen wichtig ist und wo eher nicht, aber dieses Semester habe ich echt Pech :(

Aber du studierst doch Grundschullehramt, das is doch so mit 1 + 1, da muss man ja nicht viel lernen.

Höhö, schön wäre es. Wie sagen meine Dozenten immer, wenn wir den selben Spruch bringen? Ihr sollt mehr wissen als die Schüler! Gerade zum Beispiel habe ich mir angeschaut, was der Unterschied zwischen der enchondralen und der perichondralen Ossifikation ist (Wenn ihr das nicht wisst, schämt euch, so was weiß jede popelige Sachunterricht-Grundschullehrerin - Und nein, das hat nichts mit Ossis zu tun :D)

Und was ich an dieser Stelle undbedingt mal los werden möchte -> Schule war toll! 
(Ich höre quasi schon den Aufschrei jedes Schülers, der das liest :D)

Man hat echt einfach ALLES von den Lehrern erzählt bekommen und musste nur noch ein bisschen auswendig lernen. Tja, ich hab zwar Vorlesungen und Seminare, aber entweder bekommt man nur Fachbegriffe um die Ohren gehauen (*hust* perichondrale Ossifikation *hust*) und geht am Ende mit dreihundert Fragezeichen aus einer Vorlesung und muss sich jeden Begriff selbst erarbeiten, weil man ja ne Prüfung bestehen will, oder aber man bekommt nur unwichtiges bla erzählt und muss sich für die Prüfung durch hunderte Seiten Prüfungsliteratur quälen, in der eigentlich jedes Wort wichtig ist. Tja, so was nennt man "eigenverantwortliches Lernen" und soll ja viel besser sein, wie jeder Frontalunterricht. Aber mal ehrlich, ich hab lieber die richtigen Informationen von meinem Lehrer, die ich nur auswendig lernen muss, wie mein Zeug, bei dem ich nie weiß ob es stimmt.
Außerdem würde ich jede Klausur freiwillig gegen drei Klassenarbeiten eintauschen. Vom Stoff her ist nämlich jede Klausur ungefähr so viel wie eine Abiprüfung und man schreibt ja nich nur eine sondern meist mehrere Klausuren in einer Woche und muss parallel noch an Hausarbeiten arbeiten.

Und ich betone noch mal, ich studiere Lehramt, Jura hätte ich wohl schon nach drei Wochen geschmissen :D
Übrigens gibt es auch entspanntere Phasen in meinem Studium, wie überall, rücken die Prüfungen näher bricht der Stress und die Hektik aus ;)

Ja, nun ist mein Laberpost auch schon vorbei, ein spannender Text über die psychologischen Ansichten zum Thema Noten wartet auf mich, yeah! ;) Vielleicht kann ich trotzdem irgendwann mal die drei Leben der Tomori bla lesen und verrate euch dann wie ich es eigentlich finde ;)

Wie siehts aus? Wer studiert und kann alles bestätigen? Wer studiert nicht und will jetzt auch nicht mehr? :D

Kommentare:

  1. du wirst das schon durchstehen!
    ich möchte nach dem Sommer ein duales Studium beginnen und bin mal sehr gespannt, wie es so wird.
    LG Caro

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    1. Aber ein duale Studium ist genial, Praxis is nämlich tausend mal besser als theorie :) Was willst du denn studieren?

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  2. Hier! Studentin! Und ich wünsche mir auch die Schule zurück! Habe zwar alle Klausuren schon hinter mir, was den Bachelor betrifft und muss jetzt "nur" noch meine Bachelorarbeit schreiben, aber ich bin auch froh, wenn der ganze Mist vorbei ist. Ich habe irgendwie das Gefühl, nichts gelernt zu haben, weil es nachher nur immer darum ging, die dummen Klausuren zu bestehen. Ob man danach noch was davon weiß, interessiert keinen -.-

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    1. Genau, ich weiß alles bis zur Klausur und kaum is die um, is alles weg. Muss mich ja auch viel damit beschäfitgen, wie der mensch lernt, das is immer so lustig, weil alle auch die, die vorlesungen und klausuren zu diesem thema entwerfen, halten sich einfach gar nicht an das was sie uns erzählen

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  3. Jap..davon kann ich auch ein Lies singen...damals in der Schule hab ich gute Noten gehabt ohne dafür lernen zu müssen..jetzt steht ich manchmal kurz vorm Nervenzusammenbruch damit ich gute Noten hab xD
    Ich fühle mich jetzt schon wie die Eule im letzten Semster...und ich habe noch 3 vor mir..
    Manchmal ist das Studium echt chillig, vorallem zu den Ferien und am Anfang eines Semester geht es auch noch...aber dann ist die Hölle los.. ^^
    Aber wir werden das schon schaffen. ;)

    Liebe Grüße
    Frau Wölkchen

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    1. ja, es gibt echt phasen, da kann man wirklich nicht jammern, aber manchmal wollen plötzlich alle irgendwas von einem und irgendwie will man dann nur noch weinen :D

      Aber natürlich schaffen wir das, es haben schon andere geschafft! Tschaka! ;)

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  4. Ich würde sagen, ich bin der Eule vom letzten Semester schon verdammt nahe.
    Mein Studium fühlt sich an, als hätte es mein halben Leben verschlungen und meine ganze Motivation aufgefressen.
    Klausuren und Hausarbeiten habe ich nun alle hinter mich gebracht und fange jetzt mit der großen unmöglichen Bachelorarbeit an. Ich bin zwar noch dabei die Literatur zu sammeln, aber ich könnte mich jetzt schon wieder erschießen.
    Wer glaubt, wir würden nur saufen und feiern, hat wohl nie selbst studiert oder hat reiche Eltern und kann das Studium so lange ausdehnen, wie er will.
    Ich muss gestehen, große Lust mir auch noch dem Master anzutun habe ich nun wirklich nicht.
    Falls jemand Reste meiner Motivation sieht, bitte zurück schicken, ich könnte sie jetzt gebrauchen.

    Liebe Grüße und der Rat eure Motivationen anzuketten
    von Traumfeder

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    1. ooh je, ja, die großen bösen Abschlussklausuren oder Arbeiten sind das schlimmste. Ich hab jetzt schon angst, obwohl ich noch 2 Jahre vor mir habe :D
      Und Literatur für wissenschaftliche Arbeiten is noch mal ein kapitel für sich, wieso können die nich einfach so schreiben, dass man sie versteht -.-

      Ich glaube meine Motivation ist meiner Motivation durchgebrannt, hätte ich mal deinen Rat vorher gesehen ;)

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  5. Huii, du lernst auch perochondrale und enchondrale Ossifikation! Hatten wir letzte Woche (Ich studier Medizin) :D Ist ja toll. Aber ich glaube echt nicht, dass man da in der Schule jemals drueber reden wuerde ;)
    Tja, wir haben dann auch unsere erste Klausur im Dezember und müssen dazu einfach richtig viel können O.o Ich glaube, ich muss da auch bald mal was auf meinem Blog erzählen.
    Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man da noch reinkommen wird, in das Lernen und dass es bestimmt noch "ruhigere" Phasen geben wird.
    Jetzt bin ich noch ziemlich motiviert, auch wenn ich mich oft schlecht fühle, weil ich an mehreren Tagen einfach mal NICHT lerne, und ich hoffe das bleibt jetzt noch so (das motivierte).
    Schule war echt "chilliger", aber wenigstens habe ich jetzt (fast) nur Fächer, die ich mag, das finde ich gut.

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    1. na ja, ob das toll ich weiß ich nich, ich habs noch nich so ganz verstanden :D Wir hatten ja nur Mikroskopbilder dazu mit dem hinweiß, das is wichtig. Was das is hat mir versucht das liebe interent zu erklären^^

      Ja, man kommt schon rein, aber man muss halt damit leben, dass man manchmal keine freizeit mehr hat :D Aber doch, es kommen wirklich auch immer bessere zeiten.

      wow, also im ersten semester hab ich noch gar nichts gemacht, da hatte ich nicht mal ein schlechtes gewissen, wenn ich mehrere wochen nicht gelernt habe :D

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    2. Ich weiß, das mit dem jeden Tag lernen klingt verrückt, müsste ich aber eigentlich machen, um den ganzen Stoff zu packen. Die ganzen Knochen, Bänder, Gelenke, Muskeln, Nerven, Arterien, Venen, Lymphknoten vom Rumpf, von den Armen und Beinen muss ich bis Dezember können :D (wie du siehst, bin ich immer noch motiviert)

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  6. Hach ja, diese Aussagen kommen mir verflucht bekannt vor und vor allem von meinen Arbeitskolleginnen/Chefin bekomme ich das öfters zu hören. Sie haben mit dem Unibetrieb einfach nichts am Hut und wissen gar nicht was es heißt zu studieren ^^ ich bin jetzt im letzten Jahr meines Masterstudiums in Geschichte. Viele denken, das wäre doch nur Jahreszahlen lernen und gut ist, was ich schon gar nicht mehr hören kann.
    Ich kann deinen Unifrust so gut nachvollziehen und ich freue mich schon richtig darauf, dann länger in der Arbeitswelt zu sein. Wie du sagst, das ist einfach eine andere Art von Stress, aber im Idealfal kommt man von der Arbeit nach Hause und braucht sich nicht mehr damit beschäftigen, sondern kann ein bisschen abschalten. Beim Studieren werden die Aufgaben und To Do Listen ja nie weniger...
    Liebe Grüße, Melanie

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    1. ja, die tollen sprüche sind sowieso das beste.weil man ja auch drei vier jahre studieren muss um zahlen oder das einmaleins zu lernen -.-

      Jaah, ich freu mich auch schon so aufs arbeiten, aber das liegt halt vermutlich auch daran, dass wir das studieren was uns später spaß machen wird (hoffentlich^^).

      ne, während dem semester machen to-do-listen echt keinen spaß

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  7. Hach, Schule war schön ♥
    Ich kann das alles so gut nachvollziehen (vor allen Dingen nach den letzten Monaten - hab gestern die Bachelorprüfung abgelegt). Ich könnte Urlaub gebrauchen @.@
    Teile meiner alten Verwandtschaft glauben jedoch, dass man als Student ja eh nichts machen würde und daher wurde ich in den letzten Monaten während meiner Vorbereitung auch oft indirekt der Lüge bezichtigt worden. Da könnte ich echt kotzen!
    Uni ist nicht mehr so, wie die Menschen es sich vorstellen.

    Alles Liebe, Chimiko

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    1. Also ich glaube ich würde deinen verwandten mal einen artikel über studentendrogen zeigen, es hat wohl einen grund, warum viele ihr studium nur mit aufputschmittel schaffen und der heßt nicht, die feiern zu viel -.-

      Wow, aber dann schon mal glückwunsch das du es hinter dir hast ;)

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  8. HEY =))

    Ich habe dich gerade durch den Lesemarathon gefunden. Ich fange ab Oktober an und werde.... total durchgeknallt und verrückt, ein Doppelstudium machen. :D Mathe Diplom und Musikwissenschaften als Bachelor :D Ja ich weiß, warum kein Lehramt? Wollte ich erst, dann habe ich das letzte Jahr ein FSJ an einer Schule gemacht und habe nein gesagt. Nun konnte ich mich nicht entscheiden, also mache ich beides. ;D das wird ein Spaß und alles andere als einfach, aber ich freue mich drauf. Und ja..... Schule war mega geil :D
    Viel Spaß noch beim studieren <3
    LG Cörnchen

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    1. hmm, da bin ich aber mal gespannt, ob du das schaffst. Ich weiß jetzt nach einem einfachen Studium, dass ich schon damit überfordert bin :D Drück dir einfach mal die Daumen, dass du es schaffst ohne burn out ;)

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  9. Ich bin als Mathe-, Physik- und Chemielehrerin jetzt im 9. Dienstjahr - und auch bei mir war es schon anstrengend.

    Nebenjobbedingt hatte ich weder für Saufen noch Drogen (böses Chemikerklischee) keine Zeit, und auch jetzt im Job hat sich daran nicht viel geändert.
    Klar sieht man mich bei meiner "Freizeit" nachmittags einkaufen gehen (meist für die Schule), wenn ich nachts und am Wochenende zu Hause sitze und vorbereite oder korrigiere, sieht man mich ja dabei nicht (wie bei den Studis beim Lernen).

    Aber wie heißt es so schön? "Ich brauche keine Argumente, ich habe Vorurteile ;-)". Lg, mysticcat

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    1. Hey :)

      Na dann verstehst du mich ja :D Auf welchem Zweig unterrichtest du denn? :)

      Du hattest keine Zeit für Drogen? Das schockiert mich jetzt aber wirklich! :D:D:D
      Ne, ich weiß wie du das meinst. Ich habe nur einmal im Jahr in den Semesterferien gearbeitet (dafür dann aber Vollzeit 51 Stunden die Woche die gesamten Semesterferien) das hat mir dann meist für ein Jahr gereicht. Von daher hatte ich im Semester eben nur die Aufgaben die so für die Uni angefallen sind.

      Aber mich regen diese Vorurteile gegenüber Lehrern und Lehramtsstudenten trotzdem immer noch auf. Ganz so einfach, wie man sich das vorstellt, ist es sicher nicht. Zumindest, wenn man auch ein guter Lehrer sein möchte.

      Liebe Grüße
      Lena

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