12 Februar 2014

[Rezension] Die Flammende - Kristin Cashore

3 DREAMS left | leave a DREAM

Inhalt
Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Zudem kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen - nur nicht in die von Prinz Brigan. Wer ist dieser unnahbare Feldherr, und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Fire kann sich dem Netz aus Verschwörungen, das sich um sie herum entspinnt, nicht entziehen. Ebenso wenig wie dem Mann, der so widerstreitende Gefühle in ihr hervorruft ...

Titel: Die Flammende; Reihe: Die sieben Königreiche; Autor: Kristin Cashore; Seiten: 512; Verlag: Carlsen ISBN: 978-3-551-31204-4 ; Preis (Taschenbuch): 9,99 Euro; Erscheinungsdatum: Januar 2011



Die Beschenkte gehört zu meinen Lieblingsbüchern und für dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, endlich die komplette Reihe mal zu lesen. Da ich im Moment eh mal wieder im Schnulzen-Fantasy-Modus bin, dachte ich mir, wenn nicht jetzt, wann dann? ;)

Die Flammende beginnt mit einer Überraschung. Man rechnet damit, wieder in die Welt von Katsa einzutauchen, doch tatsächlich findet man sich in einer neuen Welt wieder, jenseits von Katsa, die glaube ich im ersten Teil, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt wurde. Die Dells, wie dieses Königreich heißt, sind vollkommen anders, als die Welt der Beschenkten. Es gibt keine Menschen mit besonderen Talenten, nur Monster, die sich durch ihre Schönheit und Mordlust auszeichnen und Fire, das einzige Menschenmonster.
Der Konflikt, der daraus entsteht, ist natürlich offensichtlich. Fire kämpft damit, ein Monster zu sein, aber keines sein zu wollen und diese Problematik zieht sich bis zum Ende des Buches und wird von der Autorin sehr authentisch dargestellt.
Wie der Klapptext verrät, spielt auch Liebe eine Rolle im Buch, auch wenn die Seiten nicht vor kitschigen Liebe triffen, wie die Inhaltsangabe vielleicht vermuten lässt. Nein, die Liebesbeziehung hält sich in Grenzen und ist eher eine Nebengeschichte, der man aber doch gerne folgt.

Wieder muss ich sagen, dass Kristin Cashore ihre Charaktere unglaublich entworfen hat. Schon "die Beschenkte" besticht mit herrlich, authentischen und unterschiedlichen Charakteren und auch Teil 2 überzeugt in dieser Hinsicht auf voller Linie. Nicht nur, dass die Charaktere alle einen einzigartigen Charakter besitzen, den man im Laufe der Geschichte kennen lernt, sie unterscheiden sich auch weitgehens von den Protagonisten des ersten Teils, was mich sehr gefreut hat, da leider bei manchen Autoren die Charaktere immer Schema F entsprechen.

Zu Bemängeln habe ich leider, dass die Geschichte lange braucht um in Fahrt zu kommen. Dadurch, dass die Autorin uns wieder in eine neue Welt einführen muss, muss sie vor allem zu Beginn der Geschichte viel erklären und leider passiert sonst erst einmal nicht viel. Erst nach hundert, zweihundert Seiten hat mich die Geschichte dann völlig mitgerissen und wurde zu einem ähnlichen Page-Turner wie "die Beschenkte".

Abschließend kann ich sagen, dass "die Flammende" kein Abklatsch von Teil 1 sondern ein neues, eigenständiges Buch ist, bei dem man nur wenige Parallelen zum ersten Teil ziehen kann. Es hat Spaß gemacht in die Welt der Dells einzutauchen, auch wenn der Geschichte ein wenig das gewisse Etwas vom ersten Teil gefehlt hat.


Eine schöne Geschichte, voll politischer Intrigen mit einem guten Prise Liebe. Wer auf tolle Charaktere, eine fremdartige Welt und Intrigen steht, darf gerne zugreifen, auch ohne den ersten Teil zu kennen. Wer Fantasy und politische Ränkespielchen gar nicht mag oder den ersten Teil schon mittelmäßig fand, sollte sich gut überlegen, ob dieser Buch wirklich kaufen möchte.

Stil: ♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥♥♥
Humor: ♥ Gefühl: ♥♥♥♥♥
Spannung: ♥♥ Kreativität: ♥♥♥♥♥

Kommentare:

  1. Hmja, wenn ich mich recht erinnere hab ich auch einige Zeit gebraucht um warm zu werden. Aber dann gings super, und ich fieberte stets einem neuen Treffen mit Brigaaan entgegen :D Ich fand ihn sooo toll. Schade, dass man das nicht weiter ausgebaut hat (aber dann wärs vielleicht eine 08/15-Instant-Lovestory oder was weiss ich noch geworden :s). Ich hab das Buch sehr gut bewertet, weil es mich irgendwie berührt und zum nachdenken gebracht hat und weil die Idee mit den Monstern ja wieder toll war und die Parallele mit wie hiess er ... Lord Dingens ... Mister Einauge ... hach, na auf jeden Fall der, den man aus Die Beschenkte schon kennt! Fand ich super. Alles in allem hat mir Band 1 auch besser gefallen.

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    1. Ja, ich hab auch immer Brigan entgegengefiebert, leider war er echt oft lange weg^^ Und ich weiß, was du meinst, irgendwie hatte das Buch auch etwas an sich, was einem nachdenklich machen lässt, gerade weil Fire so einen tollen Charakter hat und eigentlich ein Monster sein soll.
      oh je, ich hab die Bücher gerade erst gelesen, aber ich habe auch eben lange nachdenken müssen, bis ich wieder auf den Namen von Mr. Einauge gekommen bin - er heißt Leck :D

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  2. Fantasy und fremdartige Welten liegen mir offensichtlich nicht, weshalb ich diesem Buch auch nichts abgewinnen konnte.

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