08 März 2014

[Rezension] Der dunkle Kuss der Sterne - Nina Blazon

2 DREAMS left | leave a DREAM

Inhalt

Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Titel: Der dunkle Kuss der Sterne Autor: Nina Blazon; Seiten: 528; Verlag: cbj ISBN: 978-3-570-16155-5; Preis (Hardcover): 16,99 Euro; Erscheinungsdatum: Februar 2014



Mein zweiter Roman von Nina Blazon. Da mir "Totenbraut" ausgesprochen gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf ihren neues Buch.

Der dunkle Kuss der Sterne beginnt in einer fernen, fremden Welt. Canda, unsere Hauptperson gehört zu den Schönen und Reichen und ist mit besonderen Gaben gesegnet, wie alle Menschen des obersten Standes. Doch in der Nacht vor ihrer Hochzeit wird sie nicht nur von der Gabe der Schönheit verlassen, auch ihr Zukünftiger ist verschwunden. Sie ist die Einzige, die nicht glaubt, dass er Freiwillig gegangen ist und kämpft dafür, ihm folgen zu dürfen, was ihr schließlich zusammen mit einem Sklaven, erlaubt wird.

Die Welt, die Nina Blazon erfunden hat, ist einzigartig. Im ersten Moment hat man das Gefühl, in einem typischen Mittelalter-Fantasy-Roman abzutauchen, doch selbst innerhalb dieser Welt gibt es Dinge, die nicht in das Gesamtbild passen und nicht nur den Leser, sondern auch die Bewohner verwundern. Die Idee der Gaben, hinter denen sich sehr viel mehr verbirgt, als man zu Beginn auch nur ahnen kann, hat mir wirklich sehr gut gefallen und ist, so weit ich das beurteilen kann, in der Literatur einmalig.

Zu Beginn des Buches war Canda mir sehr unsympathisch. Sie agiert realistisch in ihrer Rolle als Bessergestellte und verachtet das niederne Volk. Selbst als ihr die Gabe der Schönheit gestohlen wird und sie von den anderen der höchsten Schicht gemieden wird, behält sie ihre herablassende Art bei. Erst nach weiten Teilen der Geschichte beginnt sie sich immer mehr zu wandeln und wird zu einem sympathischen Mädchen, welches durchaus über sich hinauswächst.
Amadar, welcher als Sklave an ihre Seite gestellt wird, wirkt lange Zeit sehr mysteriös und man weiß wirklich ob man ihm vertrauen darf und welche Geheimnisse er mit sich herumschleppt, was mir sehr gut gefallen hat. Auch andere Geheimnisse und Fragen bleiben lange Zeit ungelöst, was dafür sorgte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Leider war die Geschichte an manchen Stellen etwas verwirrend. Canda hatte einen Geistesblitz und plötzlich war offensichtlich alles logisch, doch ich als Leser hatte immer noch mehrere Fragezeichen in Gesicht und hinkte den Ereignissen irgendwie hinterher. Erst am Ende, als wirklich alle Karten auf den Tisch gelegt wurden, hatte ich so einen Aha-Effekt, der in mir allerdings den Wunsch weckte, das Buch direkt noch mal zu lesen, um es wirklich zu verstehen. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann man so oder so sehen :D.

Natürlich lebt die Geschichte nicht nur von der Suche nach Candas Verlobten, die sehr abenteuerlich von einer Gefahr zur nächsten verläuft, sondern auch von Liebe, Freundschaft und Fragen, wie Schuld und Vertrauen. Alles nimmt seinen berechtigten Teil in der Geschichte ein, doch nichts davon nimmt überhand, immer bleibt das eigentliche Ziel (den Verlobten finden und Geheimnisse aufdecken) vor Augen.

Das Ende des Buches war noch einmal sehr spannend mit einem Showdown. Trotzdem kam es für mich nicht unerwartet und hat mich trotzdem sehr zufrieden zurückgelassen.


Eine schöne Geschichte, voller Abenteuer, Liebe und Freundschaft, die den Leser in eine ferne Welt entführt, in der Legenden Wirklichkeit werden. Doch nicht nur die Geschichte und die Kreativität der Autorin überzeugen, sondern auch der Schreibstil und die Charaktere sind toll.
Wer gerne Fantasy gemischt mit einer Prise Liebe und Freundschaft, liest, darf gerne zuschlagen, wer Nina Blazon nicht mag oder Zustände bei fantastischer Literatur bekommt, sollte definitiv ein anderes Buch auswählen.

Stil: ♥♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥♥♥
Humor: ♥ Gefühl: ♥♥♥
Spannung: ♥♥ Kreativität: ♥♥♥♥♥


Vielen lieben Dank an den cbt-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Kaufen? *klick*

Kommentare:

  1. Hach, das Buch möchte ich auch lesen und zu meiner Schande muss ich auch noch gestehen, dass ich bis jetzt noch kein einziges Buch von Nina Blazon gelesen habe :D..

    Das Cover ist soo schön *_*. Und die Geschichte klingt toll!

    LG Clärchen :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also die meisten Bücher von ihr sollen sehr gut sein, aber die zwei, die ich gelesen habe, waren es auch wirklich ;) Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall mal ein Buch von ihr lesen :)

      Löschen