24 April 2017

[Rezension] Auslöschung - Jeff VanderMeer

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Eine geheimnisvolle Flora und Fauna, ebenso makellos wie verstörend, hat ein Gebiet irgendwo an der amerikanischen Küste übernommen, seit vor 30 Jahren ein mysteriöses Ereignis stattgefunden hat. Und die entfesselte Natur dehnt sich unaufhaltsam aus. Doch was geschieht dort? Elf Expeditionen haben vergeblich versucht, Antworten zu finden, Karten zu zeichnen, das Fremde zu verstehen. Ihre Teilnehmer kehrten entweder gar nicht zurück oder auf eine unheimliche Weise verändert. Jetzt wird eine zwölfte Expedition entsandt. An ihrer Seite betritt der Leser Area X. Und kann sich weder der Faszination noch dem Grauen entziehen.

Titel: Auslöschung | Reihe: Southern Reach
Autor: Jeff VanderMeer  | ISBN: 978-3-426-51804-5 | Bei Droemer-Knaur kaufen  




Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich die Rezension zu diesem Buch schreiben konnte, da ich mir erst mal selbst klar werden musste, wie ich es eigentlich finde und selbst jetzt weiß ich nicht, ob ich euch richtig erklären kann, wie es mir beim Lesen mit diesem Buch ging.

Das Buch ist anders als alle anderen Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Es beginnt damit, dass die zwölfte Expedition, bestehend aus einer Biologin, einer Psychologin, einer Antrhopologin und einer Vermesserin, Area X betreten. Wobei, sie wissen nicht, wie sie die Grenze überschritten haben, sondern waren einfach plötzlich dort. In Area X entdecken sie schon bald einige faszinierende, aber auch beängstigenden Dinge und schnell sind sie sich nicht mehr einig, was sie tun und wohin sie gehen sollten.

Das Buch ist als Tagebucheintrag der Biologin geschrieben, die, wie alle anderen, ihren Namen beim Übertritt der Grenze abgegeben hat. Es ist so geschrieben, dass man wirklich das Gefühl hat, ein Tagebuch zu lesen und an manch einer Stelle kann man sich sicher fragen, ob die Wahrnehmung der Biologin vielleicht ein bisschen verzerrt war oder ob sie uns wirklich alles erzählt.
Die anderen Figuren bleiben durch diese sehr spezielle Schreibweise sehr blass, jedoch ist es bei einem so kurzen Buch auch generell schwierig, der Entfaltung der Figuren viel Platz einzuräumen.
Aber die oberflächliche Betrachtung der anderen Charaktere passt auch gut zur gewählten Schreibform. Von der Biologin lernt man nach und nach ein bisschen mehr kennen und ihre Person hat mich fasziniert, wenn ich auch nicht sagen kann, dass sie mir sympathisch war. Aber ich mochte sie immerhin doch so sehr, dass es mir nicht völlig egal war, was mit ihr passiert, was vermutlich vor allem am Handlungsstrang mit ihrem Mann lag.

Die Geschehnisse in Area X sind, wie ich schon erwähnt habe, wirklich faszinierend, aber auch beängstigend. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber so etwas habe ich noch nie irgendwo gelesen und teilweise schienen die Vorkommnisse auch meinen Verstand zu überschreiten. So ganz vorstellen konnte ich mir manches gar nicht. Aber selbst der Biologin fehlen manchmal die Worte und dadurch herrscht eine sehr angespannte Stimmung im Buch, die teilweise fast ins Gruselige umschlägt.

Leider gibt es eigentlich keine Antworten und keine Erklärungen für alles, was in der Geschichte passiert und so wird man etwas unzufrieden zurückgelassen. Ich denke jedoch, das nächste Buch wird einiges klären und so muss man sich wohl einfach gedulden.






Ein Buch mit seinen Stärken und Schwächen. Gefallen hat mir die besondere Erzählweise, da sie wirklich autenthisch wirkte und auch irgendwie das Buch ganz besonders gemacht hat. Auch das gesamte Area X hat mich fasziniert und war im großen und ganzen gut umgesetzt, auch wenn es doch ein paar Aspekte gab, die tatsächlich zu viel des Guten waren. Schade, dass mir keiner der Figuren sympathisch werden konnte, nicht mal die Hauptfigur. Ebenso ist es immer etwas frustrierend überhaupt keine Antworten in einem Buch zu bekommen und quasi gezwungen zu sein, den nächsten Band lesen zu müssen. Alles in allem bekommt das Buch von mir 3,5 DC.

Stil: ♥♥♥♥| Charaktere ♥♥ | Humor: ♥ | Gefühl: ♥♥ | Spannung: ♥♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥♥♥

3 ,5 Dreamcatcher

Vielen Dank an Droemer-Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars :)

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